Freibäder in Niedersachsen: Sicherheitskräfte unterstützen Badepersonal in Freibädern

Datum20.06.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRUm Überfüllung und Regelverstöße zu vermeiden, setzen Freibäder in Niedersachsen, darunter Hannover, Braunschweig und Osnabrück, zunehmend auf Sicherheits- oder Ordnungskräfte. Diese unterstützen das Badepersonal bei der Einhaltung der Hausordnung, der Bewältigung von Menschenmassen und der Gewährleistung eines sicheren Badebetriebs. In einigen Städten ist der Einsatz bereits seit Jahren etabliert und dient vor allem der Entlastung des Aufsichtspersonals.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Freibäder in Niedersachsen“. Lesen Sie jetzt „Sicherheitskräfte unterstützen Badepersonal in Freibädern“. Am heißen Wochenende setzen mehrere niedersächsische Städte in Freibädern auf Unterstützung durch Sicherheits- oder Ordnungskräfte. In Hannover werden nach Angaben der Stadt in jeder Sommersaison Sicherheitskräfte in städtischen Freibädern eingesetzt. Eine Ausweitung im Vergleich zu früheren Jahren nannte die Stadt nicht. Allerdings habe es zusätzliche Schulungen durch die Polizei für das Personal gegeben. Die Sicherheitskräfte unterstützten das vorhandene Personal, teilte ein Stadtsprecher mit. Sie achteten auf die Einhaltung der geltenden Regeln und auf einen geordneten Ablauf des Badebetriebs. Eine Auswertung des Einsatzes sei situativ jederzeit möglich. Auch in Braunschweig wird nach Angaben der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH abhängig von Wetterlage und erwartetem Besucheraufkommen ein Ordnungsdienst eingesetzt. Für dieses Wochenende sei im Freibad Bürgerpark der Einsatz einer einzelnen Person geplant. Der Ordnungsdienst solle den Gästen ein sicheres Gefühl geben und Abläufe optimieren, hieß es. Bedrohungen und Angriffe gebe es in Braunschweig nur selten. An hochsommerlichen Tagen seien in den großen Freibädern mehr als 3.000 Badegäste nicht unüblich, teilte die Stadtbad-Gesellschaft mit. Das fordere Aufsichts- und Kassenkräfte enorm. Ordnungskräfte könnten dann etwa bei der Durchsetzung der Haus- und Badeordnung unterstützen – etwa bei Vermüllung, Alkohol- oder Cannabiskonsum. Auch die Erkennung von Schwarzbadern oder Unterstützung bei starkem Besucherandrang an den Kassen gehörten zu den Aufgaben. So könnten sich Aufsichtskräfte stärker auf die Wasseraufsicht konzentrieren. In Osnabrück setzen die Stadtwerke im Moskaubad nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Jahren einen Sicherheitsdienst ein. Dies geschehe aber nicht wegen steigender Gewalt, teilte ein Sprecher mit. Vielmehr unterstütze der Dienst die Beschäftigten am Beckenrand und helfe Badegästen etwa bei kleineren Verletzungen, klemmenden Spinden oder anderen Fragen. Gerade an heißen Tagen mit schätzungsweise 4.000 Gästen müsse der Fokus der Fachkräfte auf den Wasserflächen liegen. Der Einsatz des Sicherheitsdienstes sei in den vergangenen Jahren nicht ausgeweitet worden. © dpa-infocom, dpa:260620-930-253078/1