Datum20.06.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRMecklenburg-Vorpommern feiert den europaweiten Tag der Backsteingotik. Zahlreiche Kommunen, darunter Greifswald und Güstrow, laden zu Vorträgen und Führungen ein, um das kulturelle Erbe dieses Baustils zu würdigen. Bedeutende Beispiele wie Giebelhäuser, Domen und Kirchen sind erhalten. Stralsund und Wismar gehören zum UNESCO-Welterbe. Besonders das Bad Doberaner Münster, ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik, wurde als "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" ausgezeichnet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Historische Bauwerke“. Lesen Sie jetzt „Backsteingotik in MV - Vom Münster bis zum Giebelhaus“. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich heute zahlreiche Kommunen am europaweiten Tag der Backsteingotik. Der seit 2018 ausgerichtete Tag soll auf das kulturelle Erbe des Baustils aufmerksam machen, der vor allem im Norden Deutschlands, dem Ostseeraum und den Niederlanden verbreitet ist. In MV gibt es Vorträge und Führungen. In der Hansestadt Greifswald sind noch zahlreiche Zeugnisse mittelalterlicher Backsteinarchitektur erhalten. Dazu zählen nach Angaben der Stadt die gotischen Giebelhäuser am Markt 11 und 13, das Soziokulturelle Zentrum St. Spiritus, der Dom St. Nikolai, die Kirchen St. Marien und St. Jacobi, die Klosterruine Eldena sowie der Fangenturm am Museumshafen. Geplant sind mehrere Vorträge und Führungen des Bauhistorikers André Lutze. In Güstrow gehören unter anderem die Gertrudenkapelle, die Heilig-Geist-Kirche, die Pfarrkirche St. Marien und der Dom zu den Zeugnissen dieses Baustils. Am Vormittag ist eine besondere Führung im Dom geplant. Auch Barth und Rostock bieten Führungen an, bei denen die Teilnahme kostenpflichtig ist. Die Altstädte von Stralsund und Wismar mit ihren Beispielen der Backsteingotik und Bauten der schwedisch geprägten Barockzeit gehören seit 2002 zum Unesco-Welterbe. Ausgerufen wird der europaweite Tag der Backsteingotik von der Europäischen Route der Backsteingotik jährlich am dritten Samstag im Juni. Auf der Route der Backsteingotik liegt auch das Bad Doberaner Münster. Das im späten 13. Jahrhundert errichtete Bauwerk zählt zu den herausragenden Beispielen der Backsteingotik im Ostseeraum. Mit einer Länge von 81 Metern, einer Breite von 40 Metern und einer Raumhöhe von 26 Metern besitzt es die Maße einer Kathedrale. Das Münster wurde erst kürzlich als erstes sakrales Bauwerk in Deutschland als "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" von der Bundesingenieurkammer ausgezeichnet. © dpa-infocom, dpa:260620-930-252962/1