Datum20.06.2026 02:19
Quellewww.zeit.de
TLDRNach Unwettern im Rheinland-Pfalz könnte es zu einem 50-jährigen Hochwasser gekommen sein, insbesondere im Rhein-Lahn-Kreis. Flüsse stiegen rapide an, was zur Absage eines Mittelaltermarktes und zur Evakuierung eines Zeltlagers führte. Die Feuerwehr verzeichnete Dutzende Einsätze wegen Überflutungen und umgestürzter Bäume. Ein 50-jähriges Hochwasser tritt statistisch nur alle 50 Jahre auf.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Warnung vor Extremhochwasser“. Lesen Sie jetzt „Nach Unwetter: 50-jähriges Hochwasser in Rheinland-Pfalz“. Zu einem 50-jährigen Hochwasser könnte es bei dem Unwetter in Rheinland-Pfalz gekommen sein. Besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis. Hier stiegen die Pegel der Flüsse Dörsbach, Mühlbach und Ahr binnen kürzester Zeit stark an, wie eine Sprecherin des Kreises mitteilte. Erste Daten legen demnach ein 50-jähriges Hochwasser nahe. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Zwischenzeitlich war auch eine Koordinierungsstelle beim Katastrophenschutz eingerichtet worden. Im Laufe der Nacht gingen die Pegel wieder zurück. Die Messstelle beim KlosterArnstein zeigte, wie schnell der Pegel des Dörsbachs stieg: Der Wasserstand lag gegen 17.00 Uhr noch bei 27 Zentimetern. Bis 20.45 Uhr stieg der Pegel bis auf 1,96 Meter an. In den Stunden danach fiel der Wasserstand wieder deutlich. Besonders betroffen war den Angaben zufolge der Bereich Katzenelnbogen. Dort musste wegen der Überflutungsgefahr ein Mittelaltermarkt kurzfristig abgesagt werden. Auch ein Zeltlager wurde vorsorglich evakuiert. Die Feuerwehr war zudem zu Dutzenden Einsätzen gerufen worden. Die Einsatzkräfte seien vor allem wegen überfluteter Straßen und umgestürzter Bäume mehr als 60-mal ausgerückt, hieß es weiter. Ein 50-jähriges Hochwasser bezeichnet ein Hochwasser, das statistisch gesehen nur alle 50 Jahre auftritt. 2021 war es im Ahrtal zu einem Jahrhunderthochwasser gekommen. Dabei starben mindestens 135 Menschen und tausende Gebäude wurden zerstört. © dpa-infocom, dpa:260620-930-252647/1