Datum19.06.2026 20:06
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Southside-Festival in Baden-Württemberg wurde wegen drohender Unwetter unterbrochen. Besucher wurden aufgefordert, in ihren Fahrzeugen Schutz zu suchen. Europaweit warnen Wetterdienste vor extremer Hitze und Unwetterereignissen. Diese Hitzewellen, die bereits vor dem Sommerbeginn auftreten, werden von Wissenschaftlern auf den menschengemachten Klimawandel zurückgeführt. In mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und der Schweiz gelten Hitzewarnungen.
InhaltIn weiten Teilen Europas warnen Wetterdienste vor extremer Hitze und Unwetter. In Baden-Württemberg wurde ein Musikfestival vorläufig abgebrochen. Wegen eines Unwetters ist das Southside-Festival in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg unterbrochen worden. "Begebt euch bitte jetzt in eure Fahrzeuge, denn dort seid ihr am sichersten", teilten die Veranstalter in einer Festival-App und über den Instagram-Account des Festivals mit. Einem Sprecher zufolge soll sich die Unterbrechung aber nur auf die Zeit des Unwetters und nicht auf den ganzen Abend belaufen. Die Veranstalter riefen die in Autos sitzenden Menschen dazu auf, die Warnblinkanlage einzuschalten, wenn noch Platz für andere Personen im Fahrzeug ist. "Wer kein Fahrzeug dabei hat, sucht bitte einen Platz in einem Fahrzeug mit eingeschaltetem Warnblinker", hieß es. Informationen zum aktuellen Stand der Unterbrechung sollen über die Festival-App, den Instagram-Broadcast-Channel des Festivals sowie über den Sender CampFM auf 91,4 MHz laufen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Vormittag bereits seine Hitzewarnungen auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet und vor teils starken Unwettern gewarnt. In Teilen Deutschlands drohe extreme Hitzebelastung. In der Nordhälfte des Landes würden etwa Temperaturen von 30 bis 38 Grad erwartet. Auch in der Nacht sollen die Temperaturen demnach vielerorts kaum unter 20 Grad sinken. Der WWF warnt zudem vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Außerdem sei mit kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu rechnen. Besonders in Südbaden und Schwaben seien auch schwere bis orkanartige Böen möglich. In der Nacht könnten sich neue Gewittergebiete vom Südwesten und aus den Benelux-Ländern Richtung Norddeutschland ausbreiten und örtlich Unwettercharakter erreichen. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats, noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni. In Frankreich gilt für 53 Départements die zweithöchste Hitzewarnstufe Orange, betroffen ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Der französische Wetterdienst erwartet zwischen Sonntag und Dienstag Temperaturen von bis zu 40 Grad. In Südengland und London gilt die Warnstufe Orange. In Spanien wird in einigen östlichen Landesteilen mit Temperaturen von 40 Grad gerechnet. In der Schweiz wurde in der am stärksten betroffenen Region Basel die Warnstufe vier von fünf ausgerufen, in Genf bleiben die Schulen für Vier- bis Fünfjährige zum Wochenanfang geschlossen. In Österreich wird die Hitzewelle zu Beginn der kommenden Woche erwartet, unterbrochen von starken Unwettern in den westlichen Alpenregionen des Landes. Über Österreich soll die Hitze dann in die Slowakei und nach Ungarn weiterziehen. Wissenschaftler verweisen darauf, dass Hitzewellen infolge des menschengemachten Klimawandels häufiger auftreten.