Datum19.06.2026 20:11
Quellewww.zeit.de
TLDRDer langjährige Direktor der Bremer Kunsthalle, Wulf Herzogenrath, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Er war von 1994 bis 2011 Leiter der Institution und trug maßgeblich zu ihrer Positionierung unter den führenden deutschen Museen bei. Herzogenrath öffnete die Kunsthalle einem breiteren Publikum. Zuvor war er Direktor des Kölnischen Kunstvereins und Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin. Er war zudem Teil des Leitungsteams der documenta.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wulf Herzogenrath“. Lesen Sie jetzt „Früherer Leiter der Bremer Kunsthalle gestorben“. Der frühere langjährige Direktor der Bremer Kunsthalle Wulf Herzogenrath ist tot. Wie die Senatspressestelle in Bremen unter Berufung auf die Familie Herzogenraths mitteilte, starb der Kunsthistoriker am Donnerstag im Alter von 82 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in Berlin. Herzogenrath wurde 1944 in Rathenow (Brandenburg) geboren. Er studierte Kunstgeschichte und promovierte 1970 in Bonn über Oskar Schlemmers Wandbilder. Von 1973 bis 1989 war er Direktor des Kölnischen Kunstvereins. Von 1989 bis 1994 hat er als Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin die Konzeption des neuen Museums für Gegenwart im Hamburger Bahnhof betreut. 1994 übernahm Herzogenrath die Direktion der Bremer Kunsthalle, die er bis 2011 leitete. Im Anschluss an seine Tätigkeit in Bremen war er Vorsitzender der Sektion Bildende Kunst der Berliner Akademie der Künste. In den Jahren 1977 und 1987 gehörte er außerdem dem Leitungsteam der documenta 6 und 8 in Kassel an. Von 1985 bis 1993 saß Herzogenrath im Beirat des Goethe-Instituts in München. Unter der Leitung von Herzogenrath habe sich die Kunsthalle Bremen in der Spitzengruppe der deutschen Museen positioniert, würdigte die Bremer Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD). Er habe die Kunsthalle einem breiten Publikum geöffnet und damit die Kunst für viele Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht, erklärte Emigholz laut Mitteilung. © dpa-infocom, dpa:260619-930-252159/1