Besondere Ampel: Breakdance-Ampel in Dessau erinnert an Hip-Hop zu DDR-Zeiten

Datum19.06.2026 17:20

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Dessau erinnert eine neue Breakdance-Ampel an die Hip-Hop-Kultur der DDR. Eingeführt in den 1980er Jahren, parallel zur westdeutschen Szene, aber ohne direkten Kontakt zu den USA, entstand in Dessau, damals ein Zentrum der DDR-Hip-Hop-Bewegung, eine lebendige Szene mit Breakdance, Graffiti und Rap. Die Ampel ist dem lokalen B-Boy Beatschmidt und der gesamten ostdeutschen B-Boy/B-Girl-Gemeinschaft gewidmet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Besondere Ampel“. Lesen Sie jetzt „Breakdance-Ampel in Dessau erinnert an Hip-Hop zu DDR-Zeiten“. Dass Breakdance einst von Amerika nach Deutschland schwappte, ist wohl vielen bekannt. Dass die Tanzform jedoch bereits zu DDR-Zeiten auch auf Dessaus Straßen Einzug hielt, wohl weniger. Aber genau das sollen nun neue Ampeln an einem Übergang in der Bauhaus-Stadt dokumentieren. Die Breakdance-Ampel soll unter anderem dem Dessauer B-Boy Beatschmidt gewidmet sein, der einst zu den Stars der Stadtszene gehörte.  Gleichzeitig soll das Lichtzeichen symbolisch für die sogenannten B-Boys und B-Girls in Dessau, in der DDR und in Ostdeutschland stehen. Die Breakdance-Szene in Dessau und Ostdeutschland entstand in den Achtzigerjahren - nahezu zeitgleich zu der in Westdeutschland, allerdings ohne direkten Kontakt nach Amerika. Neben dem Tanz spielten Graffiti und Rap eine große Rolle - der Film "Beatstreet" ließ die Begeisterung ab 1985 weiter wachsen. Das führte auch dazu, dass die Bewegung irgendwann sogar staatlich gefördert wurde.  Dessau war einst das Hip-Hop-Zentrum der DDR. Hier trafen sich die Menschen, meist Jugendliche, gern auf der Museumskreuzung, um neue Bewegungen zu üben, sich zu inspirieren und sich auszutauschen. © dpa-infocom, dpa:260619-930-251475/1