Datum19.06.2026 14:38
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer AfD-Abgeordnete Michael Meister wurde in Rostock nach eigenen Angaben von zwei Männern angegriffen und mit einem spitzen Gegenstand am Arm verletzt. Er gab an, beschimpft worden zu sein. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Politiker aller Parteien verurteilten den Vorfall und wünschten Meister gute Besserung. Die genauen Umstände werden noch untersucht.
InhaltDer Rostocker Landtagsabgeordnete Michael Meister wurde nach eigenen Angaben Opfer einer Attacke. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes und sucht Zeugen. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern ermittelt nach einem mutmaßlichen Angriff auf einen AfD-Politiker wegen versuchten Mordes, wie Polizei und Staatsanwaltschaft auf SPIEGEL-Anfrage bestätigen. Hintergrund ist ein Vorfall vom späten Mittwochabend. Laut einer Polizeimeldung wurde der AfD-Landtagsabgeordnete Michael Meister gegen 23.50 Uhr in Rostock von zwei unbekannten Männern angesprochen. Er sei im weiteren Verlauf körperlich angegriffen und am Arm verletzt worden. Er habe danach selbst die Polizei gerufen. Die AfD Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, Meister sei mit einem "spitzen Gegenstand" attackiert worden. Aus Ermittlerkreisen heißt es, man habe bei Meister eine Schnittverletzung am Arm und Hämatome festgestellt. Meister gab demnach gegenüber der Polizei an, er sei als "AfD-Nazi" beschimpft worden. Die Angaben zu dem Geschehen beruhen bisher allein auf Meisters Schilderungen. Meister sagte in einer Mitteilung des AfD-Landesverbandes: "Mir geht es den Umständen entsprechend gut." Nach Angaben der Partei liegt der Tatort nahe Meisters Wohnung. Politiker unterschiedlicher Lager meldeten sich zu Wort. Enrico Schult, Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion, sprach von einem "Angriff auf die demokratische Grundordnung". Der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen teilte mit, man verurteile "ausdrücklich auch den mutmaßlichen Angriff auf Herrn Meister". CDU-Chef Daniel Peters wünschte Meister schnelle Genesung und erklärte, er hoffe, dass die Täter schnell ermittelt würden. Salim Hemeed, Landesgeschäftsführer der Linken, sagte, seine Partei lehne Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ab.