Deutsches Rentensystem: Rentenkommission präsentiert Vorschläge früher als geplant

Datum19.06.2026 13:18

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Rentenkommission legt ihren Bericht zur Zukunft des deutschen Rentensystems bereits am Dienstag vor. Kanzler Merz und Arbeitsministerin Bas erhalten die Vorschläge, die eine zukunftsfähige Ausgestaltung der Rente zum Ziel haben. Diskutiert wurden Optionen wie die Anhebung des Rentenalters, Änderungen bei der Rente mit 63, Rentensplitting und Hinterbliebenenrente. Die einbezogenen drei Säulen der Alterssicherung sind die gesetzliche, private und betriebliche Vorsorge.

InhaltDie Rentenkommission präsentiert ihr Konzept für ein neues Rentensystem bereits am Dienstag. Kanzler Merz und Arbeitsministerin Bas werden den Bericht entgegennehmen. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission wird bereits am Dienstag ihren Bericht übergeben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) werden den Bericht am Morgen von dem Vorsitzenden entgegennehmen, wie ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin sagte. Er sprach von einem "wesentlichen Meilenstein". Es gehe darum, wie die Rente der Zukunft aufgestellt sei. Die mit Abgeordneten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzte Rentenkommission soll Vorschläge liefern, wie das deutsche Rentensystem zukunftsfähig gemacht werden kann. Die Rentenkommission hatte in den vergangenen Monaten regelmäßig getagt. Ursprünglich hatte das aus 13 Personen bestehende Gremium bis Ende Juni Zeit. Die Bundesregierung hatte jedoch auf ein schnelleres Ergebnis gedrängt, weil die Rentenreform noch vor der Sommerpause Teil eines größeren Reformpakets werden soll. Es sollen alle drei Säulen der Alterssicherung in die Überlegungen einbezogen werden. Dazu zählen die gesetzliche Rente sowie die private und betriebliche Altersvorsorge. Zum Auftrag gehörte, Überlegungen zum Renteneintrittsalter anzustellen, aber auch darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, weitere Einkunftsarten und Gruppen bei den Beiträgen für die gesetzliche Rente heranzuziehen. Diskutiert wurde unter anderem über eine stärkere Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung. Als möglich gelten außerdem Änderungen bei der Rente mit 63. Auch über ein Rentensplitting für Ehepaare und eine Reform der Hinterbliebenenrente wurde wohl debattiert. Geleitet wird die Kommission vom ehemaligen Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und der Juristin Constanze Janda.