Datum19.06.2026 12:54
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Blitzeinschläge in Thüringen hat sich 2025 auf rund 4.000 halbiert, verglichen mit fast 7.700 im Vorjahr. Dies setzt einen Abwärtstrend fort, der auf geringere Gewitter- und Niederschlagsaktivität zurückgeführt wird, eventuell bedingt durch längere Trockenperioden. Der Saale-Orla-Kreis verzeichnete die meisten Einschläge, während Weimar die wenigsten hatte. In 100 Gemeinden gab es keine Blitze.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bilanz“. Lesen Sie jetzt „Blitzeinschläge in Thüringen fast halbiert“. Die Zahl der Blitzeinschläge ist in Thüringen im vergangenen Jahr fast um die Hälfte zurückgegangen. An 52 Gewittertagen wurden im Jahr 2025 rund 4.000 Einschläge registriert, wie das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz mitteilte. 2024 seien demnach noch knapp 7.700 Blitze erfasst worden, also 43 Prozent mehr. Der Rückgang setze den Angaben zufolge den Trend der vergangenen Jahre fort und deute auf eine geringere Gewitter- und Niederschlagsaktivität hin. Zum Vergleich: 2013 seien noch knapp 14.000 sogenannte Wolke-Erde-Blitze gezählt worden, 2018 waren es rund 9.700 und 2023 rund 8.300. Da feuchte und energiereiche Luftmassen eine zentrale Voraussetzung für Blitz und Donner sind, könnten die sich ausdehnenden Trockenperioden in den Frühjahrs- und Sommermonaten ein Grund für die insgesamt abnehmende Zahl an Blitzen sein, hieß es weiter. Die meisten Blitzeinschläge wurden im vergangenen Jahr wie im Vorjahr im Saale-Orla-Kreis erfasst. Mit rund 390 Einschlägen führte der Kreis 2025 die Statistik an. Die blitzärmste Stadt sei Weimar mit 25 Einschlägen gewesen. In 100 der 605 Thüringer Gemeinden gab es 2025 keinen einzigen Blitzeinschlag. Eine Prognose für die Blitzhochburgen 2026 sei nicht möglich, weil die Entstehung von Gewittern von unterschiedlichen Faktoren abhängt. © dpa-infocom, dpa:260619-930-249395/1