18. Verhandlungstag: Angeklagte Block äußert sich zu ihrem Tagebuch

Datum15.10.2025 17:49

Quellewww.zeit.de

TLDRAm 18. Verhandlungstag im Prozess um die Entführung ihrer Kinder äußerte sich die angeklagte Unternehmerin Christina Block zu ihrem elektronischen Tagebuch. Trotz ihrer Bedenken zur Verwendung der Aufzeichnungen, sah sie sich durch Medienberichte unter Druck und entschloss sich, Fragen zu beantworten. Block beschuldigte ihren Ex-Mann, Informationen an die Presse weitergegeben zu haben, was ihrer Meinung nach ein faires Verfahren beeinträchtigt. Ihr Verteidiger wies zudem auf mögliche Verfahrensfehler bei der Beschlagnahmung des Tagebuchs hin.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „18. Verhandlungstag“. Lesen Sie jetzt „Angeklagte Block äußert sich zu ihrem Tagebuch“. In dem Prozess um die Entführung ihrer Kinder hat die angeklagte Hamburger Unternehmerin Christina Block sich zu ihren elektronischen Tagebuch-Aufzeichnungen geäußert. Block sagte am 18. Verhandlungstag, sie widerspreche zwar "ausdrücklich" der Verwendung des Tagebuchs. Weil aber öffentlich in den Medien über die Inhalte berichtet werde, stehe sie massiv unter Druck. Sie habe sich daher entschieden, Fragen zu den Inhalten ihres Telefons, darunter auch das Tagebuch, zu beantworten. Block warf dem Nebenkläger, ihrem Ex-Mann Stephan Hensel, vor, die Inhalte an die Medien weitergereicht zu haben. "Ich frage mich, ob dies ein faires Verfahren sein kann, bei so vielen Informationen, die außerhalb des Saals herumgeistern." Sie werde flächendeckend vorverurteilt. Block konnte ihre Erklärung nicht vollständig verlesen, weil der Prozesstag endete. Das Tagebuch war schon am vierten Verhandlungstag Thema gewesen. Die Vorsitzende Richterin fragte damals zu einem Eintrag. Blocks Verteidiger Ingo Bott monierte daraufhin, das Tagebuch sei nicht ordnungsgemäß beschlagnahmt worden. Deshalb dürfe es noch nicht zum Gegenstand des Verfahrens gemacht werden. © dpa-infocom, dpa:251015-930-166891/1