Hitzewarnungen: Wetterdienst weitet Hitzewarnung auf ganz Deutschland aus

Datum19.06.2026 07:24

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Hitzewarnungen auf ganz Deutschland ausgeweitet. Bis zu 38 Grad werden erwartet, im Osten nur 30-35 Grad. Ab Freitagnachmittag sind Unwetter mit Starkregen und Gewittern möglich. Der DWD warnt vor Gesundheitsrisiken und rät, ausreichend zu trinken und sich im Freien zu schonen. Sozialverbände und das DRK fordern besonderen Schutz für Ältere, Pflegebedürftige und Obdachlose.

InhaltEs wird das erste Mal in diesem Jahr richtig heiß. Bis zu 38 Grad können laut Wetterdienst erreicht werden. Unwetter und Starkregen seien ab Freitagmittag möglich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Hitzewarnungen für den Freitag auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Für mehrere Regionen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Teile Hessens gilt von 11 bis 19 Uhr sogar eine Warnung vor extremer Hitze. Demnach werden vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius erwartet. Im Rest des Landes könnten die Temperaturen auf 30 bis 35 Grad steigen. Lediglich an Teilen der Ostseeküste wird es mit 24 bis 29 Grad wohl etwas kühler. Die große Hitze könne zu gesundheitlichen Risiken führen, warnte der DWD: "Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl." Zum Samstag werden laut Wetterdienst auch in Ostdeutschland Hitzewarnungen der Stufe 2 möglich. Ab Freitagmittag könnte es in einigen Landesteilen bis in den Abend und die Nacht hinein zu Gewittern kommen. Der DWD rechnet von den Mittelgebirgen ausgehend mit Unwettern und örtlichem Starkregen, Hagel und Sturmböen, vor allem in Schwaben und Südbaden. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, warnte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland davor, Hitze zu unterschätzen. Vor allem Ältere, Pflegebedürftige und andere gesundheitlich anfällige Gruppen seien besonders gefährdet. "Ganz unmittelbar trifft es Menschen ohne festen Wohnsitz. Sie brauchen Zugang zu sicheren, gekühlten Unterkünften und zu sauberem, kühlem Trinkwasser." Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mahnte einen besseren Schutz für obdachlose Menschen an. Sie könnten sich nicht in eine kühle Wohnung zurückziehen, sondern seien der Sonne und Hitze oft schutzlos ausgeliefert, während sie oft bereits körperlich geschwächt seien, sagte eine DRK-Sprecherin. Städte und Kommunen sollten daher im Sommer ausreichend kühle Orte und öffentliche Trinkbrunnen bereitstellen.