Datum19.06.2026 06:51
Quellewww.zeit.de
TLDRDie kommunale Haushaltskrise in Deutschland verschärft sich 2025 mit einem Rekorddefizit von fast 32 Milliarden Euro, was die Gesamtverschuldung auf nahezu 200 Milliarden Euro treibt. Hauptursachen sind gestiegene Personal-/Sozialausgaben und eine schwache Wirtschaft, die Einnahmen schmälert. Selbst wirtschaftsstarke Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg sind stark betroffen. Die Bertelsmann Stiftung fordert dringende gemeinsame Reformen von Bund, Ländern und Kommunen, um Infrastruktur und Leistungen zu sichern.
InhaltHohe Personalausgaben und eine schwache Wirtschaft: Das Defizit der Kommunen wächst. Auch Bayern und Baden-Württemberg sind laut einer Studie erheblich betroffen. Mit einem Defizit von fast 32 Milliarden Euro hat sich die Haushaltskrise der Kommunen in Deutschland im Jahr 2025 weiter verschärft. Laut dem Kommunalen Finanzreport der Bertelsmann Stiftung ist das der höchste Fehlbetrag in der Geschichte der Städte, Landkreise und Gemeinden. Die Gesamtverschuldung stieg damit auf den Höchststand von fast 200 Milliarden Euro. Das Statistische Bundesamt hatte bereits im April auf das Defizit hingewiesen. Die Hauptursache findet sich der Studie zufolge bei Sozial- und Personalausgaben. Hinzukomme die schwache wirtschaftliche Entwicklung, die sich auf die kommunalen Einnahmen auswirken. Die Autoren weisen darauf hin, dass auch wirtschaftsstarke Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg erheblich betroffen sind. Das sei anders als in früheren Krisen. Um einen weiteren Substanzverlust bei Infrastruktur und kommunalen Leistungen zu verhindern, seien gemeinsame Lösungen von Bund, Ländern und Kommunen erforderlich, sagte Brigitte Mohn, Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Die Kommunalfinanzen müssten grundlegend reformieren werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.