Datum15.10.2025 17:53
Quellewww.zeit.de
TLDRDer syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa traf sich in Moskau mit Wladimir Putin, um die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Russland und Syrien zu diskutieren. Im Fokus stand der Wiederaufbau Syriens und humanitäre Lieferungen. Al-Scharaa strebt eine unabhängige und souveräne syrische Nation an. Putin betonte die historischen Verbindungen beider Länder. Hintergrundgespräche könnten jedoch schwieriger verlaufen, da al-Scharaa die Auslieferung des ehemaligen Diktators Baschar al-Assad anstrebt.
InhaltDer syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat Wladimir Putin in Moskau besucht. Thema war wohl auch der in Russland untergekommene Ex-Diktator Baschar al-Assad. Der russische Präsident Wladimir Putin und Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa haben im Kreml in Moskau rund zweieinhalb Stunden über die künftige Zusammenarbeit ihrer Länder verhandelt. Nach dem Treffen sagte Vize-Regierungschef Alexander Nowak, Russland sei bereit, sich am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. "Es wurden Fragen der humanitären Lieferungen erörtert, insbesondere ist die syrische Seite an Lieferungen von Weizen, Lebensmitteln und Medikamenten interessiert", sagte Nowak der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Al-Scharaa will die Beziehungen seines Landes zu Russland neu aufstellen. Dabei gehe es darum, dass Syrien "unabhängig und souverän bleibt und seine territoriale Einheit und Integrität sowie seine Sicherheit und Stabilität gewahrt bleiben". Al-Scharaa hob die historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern hervor, Putin betonte seinerseits die "besonderen Beziehungen", die beide Länder "über viele Jahrzehnte" aufgebaut hätten. Vor den Fernsehkameras bereitete Putin dem syrischen Übergangspräsidenten im Kreml einen herzlichen Empfang. Allerdings wurde erwartet, dass die Gespräche hinter verschlossenen Türen durchaus schwierig verlaufen würden. So verlautete vorab aus syrischen Regierungskreisen, dass al-Scharaa die Auslieferung des gestürzten syrischen Ex-Machthabers Baschar al-Assad fordern werde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.