Datum19.06.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRAngesichts von über 30 Grad Celsius in Berlin und Brandenburg werden verschiedene Abkühlungsmöglichkeiten vorgestellt. Kirchen, klimatisierte Kinos und Museen bieten kühle Rückzugsorte. Für Aktive eignen sich Stand-up-Paddling oder Kajakfahren auf Flüssen. Familien finden Erfrischung auf Wasserspielplätzen oder durch Wanderungen in kühlen Laubwäldern, wie zur 8 Grad kalten Kochquelle. In Cottbus sorgen Wassernebelanlagen und ein begrünter Pavillon für Abkühlung während des Stadtfestes.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Über 30 Grad angekündigt“. Lesen Sie jetzt „Abkühlung an Hitzetagen - Wo es sich gut aushalten lässt“. Mehr als 30 Grad Celsius sind in Berlin und Brandenburg für das Wochenende angekündigt. Wo kann man sich etwas Abkühlung verschaffen, wenn der Weg zum See zu weit ist oder die Badestellen proppevoll sind? Ein paar Tipps. In vielen Gemeinden sind die Kirchen tagsüber geöffnet. Auch in Berlin finden sich offene Kirchen wie etwa die St. Marienkirche in Berlin-Spandau. Durch die dicken Steinmauern erwärmt sich der Innenraum vieler Gotteshäuser nur langsam. In den massiven Gebäuden bleibt so die Hitze draußen. Eine Übersicht, welche Kirchen tagsüber geöffnet sind, findet man online. Wenige Menschen verschlägt das warme Wetter wohl tagsüber in die Kinos. Wer es kühl haben möchte, ist dort aber an Hitzetagen genau richtig. Die meisten Kinos der großen Kinoketten sind klimatisiert. Insbesondere am frühen Abend sind einige der Vorstellungen laut den Kinos auch an heißen Tagen gut besucht. Auch Museen sind häufig klimatisiert, um die Ausstellungsstücke nicht übermäßig schwankenden Temperaturen und wechselnder Luftfeuchtigkeit auszusetzen. Besonders kühl dürfte es im Atombunker Harnekop sein. In der Bunkeranlage in Prötzel (Landkreis Märkisch-Oderland) werden Führungen angeboten, die man vorher buchen muss. Im - nach Angaben der Veranstalter - größten Atombunker der DDR sollte im Kriegsfall die militärische Führung unabhängig von der Außenwelt untergebracht werden. Wer die Abkühlung mit etwas Action verbinden möchte, könnte zum Beispiel über Stand-up-Paddling nachdenken. Ausrüstung dafür kann beispielsweise in Potsdam-West entlang der Havel gemietet werden. In Berlin finden sich zahlreiche Verleiher an der Rummelsburger Bucht. Beliebt sind bei der Hitze bei vielen Menschen auch Ausflüge mit dem Kajak. Ein klassisches Ziel ist der Spreewald, dessen Wasserstraßen am Wochenende gut besucht sein dürften. Für Familien bieten sich bei der Hitze Wasserspielplätze an. Im Volkspark Potsdam warten ein 900 Quadratmeter großes Wasserbecken mit Holzflößen, Buddelsand und wasserspeienden Fischen. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will, kann sich im Café direkt neben dem Spielplatz mit kalten Getränken versorgen. Unter Buchen, Erlen und Eschen lässt es sich auch an heißen Tagen im Schatten besser aushalten. Satte Laubwälder finden sich etwa im Norden Brandenburgs. Ein Geheimtipp ist eine kleine Wanderung zur Kochquelle bei Kunsterspring (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). Die Kochquelle ist keine heiße Quelle. Ganz im Gegenteil: Die Wassertemperatur beträgt im Sommer und Winter stets circa 8 Grad Celsius. Hier kann man sich gut abkühlen. Der Name ist durch das Brodeln der Quelle entstanden, das an einen Kochtopf erinnert. Mit einer Wassernebelanlage will die Stadt Cottbus schweißtreibende Temperaturen erträglicher machen und für Abkühlung sorgen. Die Stadt hat ein solches System, das Wasser fein zerstäubt, jetzt in der Nähe der Stadthalle installiert. Cottbus feiert von Freitag bis Sonntag Stadtfest und erwartet Tausende Besucher. Die Bürger können auch eine sogenannte Klima-Kiste als kühleren Ort in der Cottbuser Innenstadt aufsuchen. In dem etwa 35 Quadratmeter großen Holzpavillon schaffen viele Pflanzen, Wasser und Schatten Abkühlung. © dpa-infocom, dpa:260619-930-246920/1