Datum19.06.2026 04:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Musical "Der Schimmelreiter" feierte in Fulda Weltpremiere und begeistert das Publikum, darunter Theodor Storms Ur-Urenkel Helmuth Rieger. Rieger lobte das Bühnenbild und die Effekte, die eine beeindruckende Atmosphäre schaffen. Komponist Dennis Martin setzte den Klassiker mit Elementen einer Gothic Novel, einer LED-Leinwand und Spezialeffekten stimmungsvoll um. Erfolgreiche Produktionen von Spotlight.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Musiktheater“. Lesen Sie jetzt „"Schimmelreiter"-Musical begeistert Storms Ur-Urenkel“. Theodor Storms berühmte Novelle "Der Schimmelreiter" ist in Fulda als Musical auf die Bühne gekommen. Für einen Mann ist das ein besonders emotionales Erlebnis: Helmuth Rieger ist der Ur-Urenkel Storms. Gemeinsam mit seiner Frau, zwei Kindern, Mutter und Tante hat er jetzt erstmals die Aufführung im Fuldaer Schlosstheater besucht und gesehen, wie die Erzählung seines Vorfahren als Musikstück umgesetzt wurde. Und er ist begeistert. "Es hat mir sehr gut gefallen", sagte der Fuldaer der Deutschen Presse-Agentur. "Das Bühnenbild und die Effekte sind überwältigend." Dadurch werde eine geradezu unglaubliche Atmosphäre geschaffen. Für seine fast 90 Jahre alte Mutter seien Donner und andere Effekte aber manchmal etwas zu laut gewesen. Ob auch Theodor Storm (1817-1888) seinen Spaß an dem "Schimmelreiter"-Musical gehabt hätte? "Ich denke schon, dass es ihm gefallen hätte. Er hat eigentlich immer fortschrittlich gedacht", antwortet Rieger. Aber letztlich sei das schwierig zu beurteilen: "Man muss es immer im Zeitgeist sehen." Das Stück der Fuldaer Erfolgsproduzenten Spotlight Musicals ("Bonifatius", "Die Päpstin", "Medicus", "Robin Hood") wurde bei der Weltpremiere am 5. Juni vom Publikum gefeiert. Viele Aufführungen in Fulda sind bereits ausverkauft. Tickets für die Verlängerung bis zum 6. September sind nach Angaben der Produzenten aber noch erhältlich. Komponist und Autor Dennis Martin verwandelte den Literaturklassiker in ein emotionales Musical mit Elementen einer Gothic Novel. Zwischen Spuk und Realität, Liebe und Tragödie entwickelt sich auf der Bühne eine atmosphärisch dichte Geschichte. Erstmals setzte Spotlight dabei auf eine riesige LED-Leinwand, auf der sich Wolkenberge auftürmen, Deiche brechen und Sturmfluten heranrollen. Gemeinsam mit Windmaschinen, Lichteffekten und der Drehbühne entsteht ein Sog, der die Zuschauer mitten in die raue Welt der nordfriesischen Küste hineinzieht. © dpa-infocom, dpa:260619-930-246960/1