Datum23.11.2025 16:54
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hechingen protestierten etwa 400 Menschen gegen den AfD-Parteitag, der im Zusammenhang mit der bevorstehenden Landtagswahl stattfand. Die Veranstaltungen verliefen friedlich, obwohl die Polizei mögliche Verstöße gegen das Versammlungsgesetz prüfte. Die AfD präsentierte ihr Wahlprogramm und strebt einen historischen Wahlerfolg an, obwohl sie laut Umfragen nur hinter der CDU liegt. Die Partei möchte sich als bürgerliche Alternative positionieren, trotz extremistischer Einstufung durch den Verfassungsschutz. Ein Rechtsstreit über die Nutzung der Stadthalle wurde zuvor beigelegt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „400 Menschen protestieren gegen AfD-Parteitag“. Hunderte Menschen haben gegen den AfD-Parteitag in Hechingen (Zollernalbkreis) protestiert. Nach Angaben der Polizei gab es drei angemeldete Gegenkundgebungen. In der Spitze nahmen dort demnach insgesamt etwa 400 Personen teil. Man prüfe mögliche Verstöße einzelner Teilnehmer gegen das Versammlungsgesetz. Ansonsten seien die Kundgebungen aber friedlich verlaufen. Bis zum Nachmittag sei es zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen, teilte Polizei weiter mit. Anhänger eines Bündnisses aus zahlreichen Organisationen wollten sich nach Angaben der Stadt bereits am Morgen strategisch in der Innenstadt postieren, um Delegierte auf ihrem Weg zum Parteitag mit Plakaten und Protestrufen zu stören. Auf einem Plakat war zum Beispiel "AfD NEE!" zu lesen. In Hechingen stellte die Südwest-AfD ihre Kampagne für die im März anstehende Landtagswahl vor und zurrte ihr Wahlprogramm fest. Die Partei rechnet mit einem historischen Wahlerfolg. In Umfragen lag die AfD zuletzt bei rund 20 Prozent – auf Platz zwei hinter der CDU. Koalieren will jedoch niemand mit den Rechtspopulisten. Die AfD präsentiert sich - trotz extremistischer Einstufung durch den Verfassungsschutz - gerne als bürgerliche Partei und als konservative Alternative zur CDU. Über die Nutzung der Stadthalle hatte sich zuvor ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Hechingen und der Partei entzündet. Die AfD wollte die Stadthalle ursprünglich am 9. November mieten für ihren Programmparteitag - dem Jahrestag der Pogromnacht. Am Ende einigten sich Stadt und Partei auf einen Vergleich - und auf ein anderes Datum. © dpa-infocom, dpa:251123-930-330954/1