Datum18.06.2026 18:59
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Jugendtrainer im Nordschwarzwald ist wegen sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Rottweil wirft ihm vor, sexuelle Darstellungen von Kindern und Jugendlichen hergestellt, verbreitet und besessen zu haben. Die Anklage umfasst Fälle aus den Jahren 2018 und 2023-2025, mit 14 Geschädigten, darunter überwiegend ehemalige Spieler. Die Ermittlungen begannen nach einer Anzeige 2025. Ein Prozess vor dem Amtsgericht Rottweil steht noch aus.
InhaltEin Missbrauchsskandal erschüttert den Fußballbezirk Nordschwarzwald. Ein 23 Jahre alter Jugendtrainer muss vor Gericht. Er soll unter anderem sexuelle Darstellungen von Jugendlichen hergestellt haben. Die Staatsanwaltschaft Rottweil hat Anklage gegen einen ehemaligen Jugendtrainer erhoben. Wie die Behörde jetzt mitgeteilt hat, umfasst die Anklage mehrere Fälle von Darstellungen des sexuellen Kindermissbrauchs, die sich in den Jahren 2018 sowie 2023 bis 2025 ereignet haben sollen. Laut der Staatsanwaltschaft handelt es sich um 14 Geschädigte. Der Angeklagte, laut einem Bericht der "Südwest Presse" ein 23-Jähriger, war Jugendtrainer im Fußballbezirk Nordschwarzwald. Bei den Geschädigten soll es sich größtenteils um ehemalige Jugendspieler des Trainers handeln. Wann es zum Prozess vor dem Amtsgericht Rottweil kommt, ist noch unklar. Bei den Anklagevorwürfen geht es demnach um den Vorwurf des Verbreitens pornografischer Inhalte. Auch soll er sich kinder- und jugendpornografische Inhalte besorgt haben. Daneben gehe es auch um die Vorwürfe des Herstellens jugendpornografischer Inhalte, des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt sowie des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Inhalte. Die umfangreichen Ermittlungen waren nach einer Anzeige im Frühjahr 2025 eingeleitet worden und seien jetzt abgeschlossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft der "Südwest Presse". Bei einer Hausdurchsuchung wurden laut damaliger Auskunft der Staatsanwaltschaft Datenträger beschlagnahmt. Der Mann soll Kinder über das Handy aufgefordert haben, ihm Nacktbilder zu schicken. Anfangs ging die Anklagebehörde von mehr Fällen aus. Soweit der Verdacht von Straftaten zum Nachteil von 27 weiteren Geschädigten bestanden habe, seien diese Vorwürfe überwiegend mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden, heißt es. Andere Fälle seien nicht verfolgt worden, weil die zu erwartende Strafe prognostisch nicht erheblich ins Gewicht gefallen wäre, zitiert die "Südwest Presse" den Pressesprecher der Staatsanwaltschaft.