Datum18.06.2026 18:40
Quellewww.zeit.de
TLDRMünchen wirbt intensiv bei Spitzenverbänden um die Ausrichtung der Olympischen Spiele. Oberbürgermeister Krause betont den Rückhalt in der Stadt, bestätigt durch ein Referendum. Bayerns Ministerpräsident Söder verspricht finanzielle Sicherheit und erinnerte an das "Sommermärchen" 1972. Sportlerinnen wie Jessica von Bredow-Werndl unterstreichen die inspirationskraft von Olympia. Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet im Herbst über die Bewerbung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Spitzenfunktionäre zu Gast“. Lesen Sie jetzt „München wirbt bei Top-Verbänden um Olympia: "Sommermärchen"“. Im nationalen Ringen um die Olympia-Bewerbung hat München mit einer eintägigen PR-Tour bei Vertretern der deutschen Spitzenverbände für sich geworben. Oberbürgermeister Dominik Krause erkannte eine "wahnsinnige Lust und Stimmung, die in der Stadt liegt". Auch im Hinblick auf die anderen deutschen Olympia-Interessenten, Berlin und die Region Rhein-Ruhr mit der Kernstadt Köln, meinte der Grünen-Politiker: "Die Bewerbung in München hat einen Rückhalt, der seinesgleichen sucht." Bei einem Referendum im Herbst 2025 hatten sich 66,4 Prozent der Leute in München für eine Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Auch Rhein-Ruhr erzielte später bei einer Volksbefragung eine Zustimmung von etwa zwei Dritteln. In Berlin ist kein Referendum geplant. Die Hamburgerinnen und Hamburger votierten zuletzt indes gegen eine Bewerbung der Hansestadt für die Spiele. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet im kommenden Herbst, mit welcher Bewerbung man ins internationale Rennen geht. München will durch seine Erfahrung mit Großveranstaltungen punkten, schon 1972 gastierten die Sommerspiele in der Stadt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) meinte: "Ein neues Sommermärchen ist hier in München möglich." Er führte aus: "Mein Idealfall wäre: Olympische Spiele, Paralympische Spiele und dann gehen wir alle gemeinsam auf die Wiesn." Zudem erkannte Söder weitere Vorzüge Münchens und des Freistaats und bemerkte: "Am Geld und an der Sicherheit wird es in Bayern nicht scheitern." Vor Spitzenfunktionären wie etwa den Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB), Ingo Weiß, oder des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Dietloff von Arnim, warben auch Sportlerinnen und Sportler. Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, mit insgesamt vier Goldmedaillen bei den Sommerspielen 2021 und 2024 dekoriert, sagte: "Nichts kann die nächste Generation so begeistern, so inspirieren und so packen wie Olympia." Die Münchner hatten ihre Gäste am Vormittag in den SAP Garden geladen, eine der modernsten Multifunktionshallen in Europa. Am Nachmittag ging es ins Schloss Nymphenburg. Im dortigen Schlosspark fand 1972 das olympische Dressurreiten statt - in der aktuellen Bewerbung ist ein ähnliches Event vorgesehen. © dpa-infocom, dpa:260618-930-245846/1