Metropolregion Hamburg: Fortschritt im Team – Norden will Innovationsagentur gründen

Datum18.06.2026 17:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen planen die Gründung einer gemeinsamen Innovationsagentur zum 1. Januar 2027. Ziel ist es, länderübergreifende Innovationsprojekte in der Metropolregion Hamburg zu fördern, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Hamburg wird Hauptsitz der Agentur. Die Initiative folgt einer Empfehlung der OECD aus dem Jahr 2019 zur Stärkung der Region.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Metropolregion Hamburg“. Lesen Sie jetzt „Fortschritt im Team – Norden will Innovationsagentur gründen“. In der Metropolregion Hamburg soll es in Zukunft mehr länderübergreifende Innovationsprojekte geben. Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben sich im Rahmen der diesjährigen Ludwigsluster Gespräche für die Gründung einer gemeinsamen Innovationsagentur ausgesprochen. Sie soll frische Ideen fördern und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Akteuren in der Region stärken.  Die Ländervertreter haben im Schloss Ludwigslust eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Sie beabsichtigen demnach, die neue Innovationsagentur zum 1. Januar 2027 zu gründen.  Die Innovationsagentur soll den Zugang zu Fachleuten und Technologien erleichtern, bei der Suche nach Partnerinnen und Partnern helfen und die Beantragung von Fördermitteln unterstützen, hieß es. Auch ein Wissenstransfer gehöre dazu. Die Idee sei, die Metropolregion Hamburg innovativer, attraktiver, wettbewerbsfähiger und international sichtbarer zu machen.  Die Pläne gehen auf einen Vorschlag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zurück. Schon 2019 hatte diese den Aufbau einer gemeinsamen Innovationsagentur zur Stärkung der Metropolregion Hamburg empfohlen.  "Ich verspreche mir von dieser Agentur sehr viel", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im neu eröffneten Goldenen Saal des Schlosses Ludwigslust. Es brauche mehr Sichtbarkeit und Stärke für die Innovationskraft von MV. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen müssten unterstützt werden. Ihren Hauptsitz soll die Agentur laut Schwesig in Hamburg haben, mit Außenstellen in den einzelnen Ländern.  Schwesig betonte die Bedeutung von Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien in Norddeutschland. Auch der Milliarden-Auftrag des Stromnetzbetreibers 50Hertz für den Bau von Offshore-Konverterplattformen sei richtig. Gestern war bekanntgeworden, dass die Windstrom-Plattformen für den Einsatz auf hoher See in Rostock gebaut werden sollen.  Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte dazu, es sei gut, dass die Expertise in Rostock genutzt werde. "Das ist eine Stärke, die kann uns niemand in Bayern abnehmen. Das ist hier norddeutsche DNA." Auch andere Fragen von Verkehr, Logistik oder Tourismus gingen über Landesgrenzen. Daher sei eine engere Kooperation bei innovativen Projekten wichtig. © dpa-infocom, dpa:260618-930-245522/1