Geplante Renovierung: Zu teuer? Wie das Konzerthaus «Glocke» renoviert werden soll

Datum18.06.2026 17:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDie geplante Renovierung des Bremer Konzerthauses "Glocke" verteuert sich erheblich auf 110,5 Millionen Euro, weit über die ursprünglichen 80 Millionen Euro hinaus. Gestiegene Baukosten infolge von Krisen sind die Ursache. Der Bund beteiligt sich mit 40 Millionen Euro, Bremen muss mindestens denselben Betrag aufbringen, der Rest soll durch Spenden finanziert werden. Trotz Kostenexplosion wird an der Planung eines dritten Saals festgehalten, um das Angebot zu erweitern. Baubeginn ist für 2028 geplant, die Wiedereröffnung für Ende 2030/Anfang 2031.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geplante Renovierung“. Lesen Sie jetzt „Zu teuer? Wie das Konzerthaus "Glocke" renoviert werden soll“. Die Renovierung des Bremer Konzerthauses "Die Glocke" wird deutlich teurer als geplant. Der Umbau und die Erweiterung sollen rund 110,5 Millionen Euro kosten, wie das Wirtschaftsressort mitteilte. Ursprünglich hatte der Senat mit rund 80 Millionen Euro gerechnet.  Die Baukosten seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, erklärte das Finanzressort. Auslöser dafür waren Krisen wie die Pandemie und internationale Konflikte. Ginge es nach den ursprünglichen Plänen, würden die Kosten bis zum Baubeginn voraussichtlich auf rund 119 Millionen Euro steigen. Doch es sei gelungen, die Pläne zu optimieren und die steigenden Ausgaben zumindest etwas zu senken. Der Bund sicherte zu, sich mit 40 Millionen Euro an der Finanzierung zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Bremen mindestens ebenso viel Geld investiert. Die restliche Summe soll durch Spenden zusammenkommen. Wie viele Spenden bisher eingesammelt wurden, verrät das Ressort nicht.  Viel Zeit kann sich Bremen nicht mehr lassen: Der Förderantrag muss bis Dezember beim Bund eingereicht werden, sonst gibt es kein Geld. "Das Vorhaben befindet sich weiterhin im Zeitplan", versicherte ein Sprecher des Wirtschaftsressorts. Aktuell werde die Vorplanung finalisiert, der Antrag werde rechtzeitig vorliegen. Bisher hält das Ressort an den Plänen für einen weiteren, dritten Saal fest - trotz der Kostenexplosion. "Der neue Saal bietet die Chance, das Angebot der Glocke deutlich zu erweitern und den Musikstandort Bremen langfristig weiter zu stärken", heißt es dazu aus dem Wirtschaftsressort.  Die Bauarbeiten unter der Leitung von Architekten aus Köln und Barcelona sollen 2028 beginnen. Die Konzertsäle sollen funktional und denkmalgerecht saniert werden. Geplant sind auch neue Räume wie ein Musikerlebnisraum und moderne Workshopräume. Läuft alles nach Plan, soll die Glocke Ende 2030 oder Anfang 2031 wiedereröffnet werden. Rund 200.000 Besucherinnen und Besucher kommen pro Jahr in die Glocke. Nach der Modernisierung soll das Konzerthaus noch mehr Menschen erreichen. © dpa-infocom, dpa:260618-930-245552/1