Datum18.06.2026 16:57
Quellewww.zeit.de
TLDRÖkonom Marcel Fratzscher warnt vor einer AfD-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt und bezeichnet deren Wirtschaftspolitik als katastrophal. Kritisiert wird vor allem die EU-Austrittsforderung, die zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte. Fratzscher sieht die Schuld für die hohe AfD-Zustimmung auch bei den enttäuschten Erwartungen an die etablierten Parteien und die Bundesregierung, rät jedoch von einer AfD-Regierung als Lösung ab.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaftspolitik“. Lesen Sie jetzt „Ökonom Fratzscher kritisiert AfD – Sorge um Arbeitsplätze“. Der Ökonom Marcel Fratzscher hat vor den Folgen einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt gewarnt. "Die AfD hat kein schlüssiges, zielführendes wirtschaftliches Programm. Es ist purer Opportunismus und die AfD steht für eine Wirtschaftspolitik, die eine Katastrophe für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Dazwischen-Podcast von detektor.fm. Besonders gefährlich findet Fratzscher die AfD-Forderung, die EU zu verlassen. Er warnte vor einem Verlust von Arbeitsplätzen. Die AfD erhielte Unterstützung von Menschen, die unter ihrer Politik am meisten leiden würden, betonte er. Für die hohe AfD-Zustimmung macht der Ökonom auch die demokratischen Parteien und die Bundesregierung verantwortlich. "Alle demokratischen Parteien haben im Bundestagswahlkampf den Bürgerinnen und Bürgern das Blaue vom Himmel versprochen. Das waren Versprechen, die man nicht einhalten konnte, und das realisieren die Bürger jetzt. Die Bundesregierung liefert nicht." Der Frust sei verständlich, so Fratzscher. Eine AfD-Regierung würde die Lage jedoch verschlimmern und sei keine Alternative. © dpa-infocom, dpa:260618-930-245211/1