Datum18.06.2026 16:53
Quellewww.zeit.de
TLDRBei Durchsuchungen in Berlin haben Polizei und Zoll fast 460.000 Euro Bargeld sowie Luxusgüter bei einer mutmaßlichen 13-köpfigen Schleuserbande beschlagnahmt. Die Gruppe soll seit 2022 gezielt vietnamesische Arbeitskräfte angeworben und zur Schwarzarbeit in gastronomischen Betrieben eingesetzt haben, ohne Sozialversicherung oder Aufenthaltstitel. Ermittelt wird wegen gewerbsmäßigen Einschleusens, Lohnwucher und Sozialversicherungsbetrug. Es gab keine Festnahmen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vietnamesen angeworben“. Lesen Sie jetzt „460.000 Euro in bar bei mutmaßlichen Schleusern entdeckt“. Nach Durchsuchungen bei mutmaßlichen Schleusern haben Polizei und Zoll in Berlin erste Ergebnisse veröffentlicht. Es seien rund 460.000 Euro in bar gesichert worden, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Zudem sicherten die Beamten Luxusfahrzeuge, diverse Luxusuhren und hochwertige Handtaschen. Ferner wurden Unterlagen, digitale Daten sowie Mobiltelefone sichergestellt. Diese könnten mögliche Beweismittel darstellen. Die Beschuldigten sollen seit mindestens 2022 gezielt vietnamesische Arbeitskräfte angeworben haben. Anschließend sollten diese in den Küchen der Gastronomiebetriebe der Tätergruppe arbeiten. Dabei verfügten die Menschen weder über die benötigten Aufenthaltstitel noch wurden sie bei der Sozialversicherung angemeldet. Die Beamten hatten Restaurants und Wohnungen durchsucht. Im Visier der Ermittler steht demnach eine 13-köpfige Tätergruppe, gegen die wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens ermittelt wird. Zudem geht es um Vorenthalten von Arbeitsentgelten in Imbissen und Restaurants und um Sozialversicherungsbetrug. Laut Staatsanwaltschaft wurden bei dem Einsatz am Dienstag insgesamt 39 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Festgenommen wurde niemand, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. An den Durchsuchungen waren Beamte und Beamtinnen vom Hauptzollamt Berlin-Brandenburg, der Berliner Polizei und Bundespolizei sowie Beschäftigte von Ordnungsämtern beteiligt. © dpa-infocom, dpa:260618-930-245165/1