Nigeria: 50 entführten Schulkindern gelingt in Nigeria Flucht

Datum23.11.2025 16:29

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Nigeria konnten rund 50 von über 300 entführten Schulkindern aus einem katholischen Internat fliehen und sind wieder vereint mit ihren Eltern. Die Entführung ereignete sich in der St. Mary's School in der Gemeinde Papiri, wo bewaffnete Angreifer zuschlugen. Während die Mehrheit der Kinder, sowie 12 Lehrkräfte weiterhin vermisst werden, sind die Hintergründe der Entführung unklar. In der Region gab es kürzlich weitere Entführungen, wobei auch dort ein Kind entkommen konnte.

InhaltIn Nigeria hat eine schwere Welle an Massenentführungen Entsetzen ausgelöst. Ein Teil der 300 gekidnappten Kinder konnte sich befreien. Doch viele bleiben vermisst. Nach der Verschleppung von mehr als 300 Schülerinnen und Schülern in Nigeria ist rund 50 Kindern die Flucht gelungen. "Wir haben gute Nachrichten erhalten: 50 Schüler konnten fliehen und sind wieder mit ihren Eltern vereint", teilte die Christliche Vereinigung Nigerias mit, die das katholische Internat betreibt.  Die Kinder und Jugendlichen seien auf eigene Faust ihren Geiselnehmern entkommen und nun bei ihren Familien. Das habe man durch Kontaktaufnahme mit den Eltern bestätigen können. 253 Schulkinder sowie 12 Lehrkräfte seien noch in der Gewalt der Entführer. Wer hinter den Entführungen steht, ist noch nicht bekannt. Bislang reklamierte keine Gruppe die jüngsten Entführungen für sich. Bewaffnete Angreifer hatten die St. Mary's School, ein katholisches Internat in der abgelegenen Gemeinde Papiri im zentralen Bundesstaat Niger, am Freitag überfallen. Ein Sicherheitsmann wurde erschossen. Zunächst war von 215 entführten Kindern die Rede. 88 Schülerinnen und Schüler versuchten zunächst zu flüchten, wurden dann aber von den Angreifern eingeholt. Die Kinder und Teenager sind zwischen 10 und 18 Jahre alt. Wie die Kinder festgehalten werden, ist unklar. Wie es den 50 Kindern gelang, sich zu befreien, wissen die Behörden ebenfalls noch nicht.  Erst vor einigen Tagen waren im Bundesstaat Kebbi im Nordwesten Nigerias, der an den Bundesstaat Niger grenzt, 25 Schülerinnen aus einem Internat entführt worden. Ein Mädchen entkam auf eigene Faust und kehrte nach Darstellung des Schulleiters sicher zu seiner Familie zurück.