Fossilienfundstelle: Neue Grabung am Bromacker – Land gibt Geld

Datum18.06.2026 11:29

Quellewww.zeit.de

TLDRAm Bromacker im Thüringer Wald startet Ende Juni eine neue wissenschaftliche Grabungssaison. Ein internationales Team erforscht dort bis Mitte Juli die bedeutende Fossilienlagerstätte des Unterperms. Erstmals wird die Grabung vom Land Thüringen finanziert, nachdem die Bundesförderung auslief. Die Fundstelle liefert einzigartige Einblicke in ein Ökosystem vor rund 294 Millionen Jahren, wo sowohl Fährten als auch Skelette früher Landwirbeltiere entdeckt wurden. Besichtigungen und Führungen sind für die Öffentlichkeit geplant.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fossilienfundstelle“. Lesen Sie jetzt „Neue Grabung am Bromacker – Land gibt Geld“. An der bekannten Fossilienfundstelle Bromacker im Thüringer Wald beginnen Ende Juni erneut wissenschaftliche Ausgrabungen. Vom 29. Juni bis 17. Juli will ein internationales Forschungsteam die Arbeiten an der Fundstelle zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz fortsetzen. Das Grabungsareal soll dabei weiter vergrößert werden, wie die Projektverantwortlichen mitteilten. An der inzwischen sechsten Sommergrabung beteiligen sich den Angaben zufolge rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern - darunter Frankreich, Italien, Österreich und die Niederlande. Vertreten sind Fachrichtungen wie Paläontologie, Geologie, Zoologie und Botanik. Der Bromacker gilt als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des Unterperm weltweit. Die Fundstelle ist unter anderem dafür bekannt, dass dort sowohl versteinerte Fährten als auch die zugehörigen Skelette früher Landwirbeltiere entdeckt wurden. Forschende gewinnen dadurch einzigartige Einblicke in ein Ökosystem, das vor rund 294 Millionen Jahren existierte. Die diesjährige Grabung wird den Angaben zufolge erstmals vom Land finanziert. Nach dem Ende der bisherigen Bundesförderung sichere der Freistaat damit vorläufig bis Ende 2027 die Fortsetzung der Forschung an der international bedeutenden Fossillagerstätte, hieß es. Die Arbeiten stärkten sowohl weitere wissenschaftliche Entdeckungen als auch den Tourismus in der Region, erklärte Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Der Bund hatte die Grabungen am Bromacker von 2020 bis 2025 mit rund sechs Millionen Euro unterstützt.  Besucher können die Forschenden während der dreiwöchigen Grabung wieder aus nächster Nähe erleben. Geplant sind unter anderem regelmäßige Führungen über das Gelände sowie spezielle Familientage. © dpa-infocom, dpa:260618-930-242636/1