Datum18.06.2026 03:41
Quellewww.spiegel.de
TLDREin 18-Jähriger starb nach einem tragischen Unfall mit einer Pferdekutsche im New Yorker Central Park. Das Pferd riss sich los und brachte die Kutsche zum Umkippen, wobei der junge Mann verstarb. Dies hat erneut Kritik an der Tradition der Kutschfahrten laut werden lassen, da Tierschützer und Parkverwalter auf das Tierwohl und die Sicherheitsrisiken hinweisen. Die Organisation "Central Park Conservancy" fordert ein Verbot.
InhaltEine Familie wollte den New Yorker Central Park per Kutsche erkunden. Während der Tour sprintete ihr Pferd plötzlich ungezügelt los – ein 18-Jähriger wurde tödlich verletzt. Nun wird erneut ein Aus der Traditionsfahrten gefordert. Im berühmten Central Park in New York City ist es zu einem tödlichen Unglück mit einer Pferdekutsche gekommen: Ein 18-Jähriger erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei der Stadt mitteilte. Er war mit drei weiteren Personen in der Kutsche unterwegs gewesen, als sich das Pferd plötzlich losriss und den Wagen zum Umstürzen brachte. Das Unglück ereignete sich am Mittwoch gegen 15 Uhr (Ortszeit). Videos zeigen, wie das Pferd durch den Park galoppiert. In einer Kurve fällt oder springt offenbar eine Person aus der Kutsche. Auf einer weiteren Aufnahme ist zu sehen, wie die Kutsche auf der stark befahrenen Rundstrecke die Räder einer anderen Kutsche streift und schließlich umkippt. Bei den Fahrgästen soll es sich Medienberichten zufolge um eine vierköpfige Familie aus Indien handeln. Der 18-Jährige wurde zunächst mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Dort starb er am Abend. Die Transport Workers Union Local 100, die Beschäftigte der Kutschenbranche vertritt, erklärte, der Kutscher sei unerlaubt abgestiegen, um ein Foto von seinen Fahrgästen zu machen. In dem Moment habe sich das Tier losgerissen. Man unterstütze eine umfassende Untersuchung des Vorfalls, erklärte Alexander Kemp, ein Vizepräsident der Gewerkschaft. Seinen Angaben zufolge wurde das Pferd erst seit sechs Wochen im Park eingesetzt. Es sei offenbar unverletzt und werde nun aus dem Dienst genommen. Der Kutscher sei suspendiert worden. Die Pferdekutschenfahrten im Central Park haben eine lange Tradition und sind bei Touristen extrem beliebt. Immer wieder geraten sie aber auch in die Kritik: Gegner argumentieren, die Fahrten schadeten dem Wohl der Pferde und seien eine Gefahr für die Menschen in der Stadt. Erst vergangene Woche starb im Central Park ein Pferd, nachdem es eine für die Tiere giftige Pflanze gefressen hatte. Die gemeinnützige Organisation Central Park Conservancy betreibt den Park. Im vergangenen Sommer sprach sie sich für ein Verbot von Pferdekutschen aus. Nun erklärte sie: "Ein junger Mann kam, um unseren Park zu genießen, und verlor dabei sein Leben. Das ist kein akzeptabler Preis für eine veraltete Branche, die mitten in einem der meistbesuchten öffentlichen Räume Amerikas tätig ist."