Peine: Verurteilter Mörder flieht auf Motorrad vor JVA-Mitarbeiter

Datum17.06.2026 20:52

Quellewww.spiegel.de

TLDREin verurteilter Mörder ist in Peine während eines begleiteten Freigangs geflohen. Der Mann nutzte einen Moment in einer Garage, um mit seinem bereitstehenden Motorrad davonzufahren. Dies war sein 38. Ausgang, die vorherigen verliefen ohne Probleme. Der 42-Jährige verbüßt eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Die Polizei fahndet nun öffentlich nach ihm und warnt, sich ihm nicht zu nähern. Er könnte sich in Peine oder Kassel aufhalten.

InhaltBei einem begleiteten Freigang ging der Mann in eine Garage und brauste mit einem Motorrad davon: In Niedersachsen wird nach einem flüchtigen Mörder gefahndet. Die Polizei in Niedersachsen sucht nach einem flüchtigen Mörder. Der verurteilte Straftäter ist bei einem begleiteten Freigang in Peine geflohen. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen mitteilt, fuhr der Mann am Dienstagnachmittag auf seinem eigenen Motorrad einem JVA-Mitarbeiter davon. Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter während seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter besucht. "Nach ersten Erkenntnissen nutzte der Gefangene gegen 14.30 Uhr einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um sich mit seinem in dieser Garage abgestellten Motorrad zu entfernen", teilt das Ministerium mit. Demnach war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen. Da die Suche nach dem 192 Zentimeter großen und etwa 130 Kilogramm schweren Straftäter bislang erfolglos war, startet das Landeskriminalamt nun eine Öffentlichkeitsfahndung – mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des Mannes . Demnach trug der 42-Jährige bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck "Metallica", eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe. Er trägt den Ermittlern zufolge kurze Haare und Bart. Der Mann verbüßt eigentlich eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim stellte die besondere Schwere der Schuld fest, wie das Ministerium mitteilt. Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft ist demnach seit Oktober 2010 in Haft. Wer den Geflohenen sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern über den Notruf die Polizei verständigen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes ist möglich, dass sich der Gesuchte bevorzugt in den Städten Peine und Kassel aufhält.