Datum23.11.2025 13:59
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Leipziger Stadtteil Connewitz ereigneten sich Proteste von etwa 15 mutmaßlichen Linksextremisten, die Barrikaden errichteten und in Brand setzten. Die Gruppe forderte die Freilassung von Maja T., einer in Ungarn inhaftierten Person, die wegen Gewalttaten gegen Rechtsextremisten beschuldigt wird. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch, während einige Feuer selbst gelöscht werden konnten. Der Sachschaden ist noch unbekannt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Proteste der linken Szene“. Lesen Sie jetzt „Polizei ermittelt nach Protest wegen Landfriedensbruch“. Die Polizei ermittelt wegen eines Vorfalls am Freitagabend im Leipziger Stadtteil Connewitz wegen Landfriedensbruch. Wie die Polizeidirektion der Messestadt mitteilte, hatte eine Gruppe von etwa 15 mutmaßlichen Linksextremisten an mehreren Stellen Barrikaden auf der Straße errichtet und angezündet. Dazu habe sie Absperrungen von Baustellen und Mülltonnen verwendet. Anschließend seien diese in Brand gesetzt worden. Laut Polizei wurde aus der Gruppe mehrfach die Parole "Free Maja" skandiert. Maja T. ist in Ungarn inhaftiert. Der non-binären Person wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest an Gewalttaten gegen tatsächliche oder mutmaßliche Rechtsextremisten beteiligt und für schwere Körperverletzungen mitverantwortlich gewesen zu sein. T. beklagt schlechte Haftbedingungen und trat deshalb im Juni zeitweilig in einen Hungerstreik. Als die Polizei am Freitagabend in Connewitz eintraf, habe sich die Gruppe auf der Straße schnell zerstreut, hieß es. "Die Beamten konnten die Brände zum Teil selbst löschen, an anderen Stellen unterstützte die Feuerwehr. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Es wird wegen Landfriedensbruch ermittelt", hieß es abschließend im Polizeibericht. © dpa-infocom, dpa:251123-930-330135/1