Rentendebatte: Schwesig: Politiker und Beamte sollen in Rente einzahlen

Datum17.06.2026 08:38

Quellewww.zeit.de

TLDRMecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert eine gerechtere Rentenfinanzierung. Sie plädiert dafür, dass zukünftig auch Politiker, Beamte und Selbstständige in die Rentenversicherung einzahlen. Dies soll das System solidarischer machen, da derzeit nur Beitragszahler mit kleinen und mittleren Einkommen betroffen sind. Schwesig lehnt eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung ab, befürwortet aber eine stärkere Orientierung an den geleisteten Beitragsjahren. Ihre Vorschläge zielen auf die künftigen Ergebnisse der Rentenkommission ab.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rentendebatte“. Lesen Sie jetzt „Schwesig: Politiker und Beamte sollen in Rente einzahlen“. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in den aktuellen Reformdiskussionen Änderungen am Finanzierungssystem gefordert. "Denn die Ungerechtigkeit, sowohl bei Rente, Pflege und Gesundheit ist, dass gar nicht alle gemeinsam in ein System einzahlen, sondern nur die mit kleinen und mittleren Einkommen", sagte die SPD-Politikerin im RTL/ntv-"Frühstart".  Sie sei "klar dafür", dass zukünftig auch Politiker, Beamte und Selbstständige mit in die Rente einzahlten, sagte Schwesig. Die Vorschläge der Rentenkommission müssten an der Finanzierung "endlich mal was ändern". Die Bundesregierung hatte das Gremium im Winter eingesetzt, um Vorschläge für die langfristige Finanzierung der Rente zu erarbeiten. Es wird erwartet, dass Ergebnisse demnächst vorgestellt werden.  Mit Blick auf das Rentenalter sagte Schwesig, eine Verknüpfung mit der Lebenserwartung halte sie für nicht gut. Eher mitgehen würde sie bei einer Rente, die an Beitragsjahre gekoppelt sei. Denn es müsse einen Unterschied machen, wie lange jemand in die Rente eingezahlt habe. © dpa-infocom, dpa:260617-930-235355/1