Attentat auf Weihnachtsmarkt: Magdeburg: Sicherheit auf Weihnachtsmarkt ist gewährleistet

Datum15.10.2025 17:20

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Stadt Magdeburg verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen für den Weihnachtsmarkt nach dem tödlichen Attentat im vergangenen Jahr. Trotz Berichten über mögliche Sicherheitslücken, in denen Fahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen nicht ausreichend gestoppt werden können, hat die Stadt 110 neue Sicherheitssteine und versenkbare Poller installiert. Die Kosten für die Sicherheitsaufstockung belaufen sich auf eine sechsstellige Summe. Der Attentäter, der 2022 sechs Menschen tötete, bleibt in Untersuchungshaft, der Prozessbeginn ist ungewiss.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Attentat auf Weihnachtsmarkt“. Lesen Sie jetzt „Magdeburg: Sicherheit auf Weihnachtsmarkt ist gewährleistet“. Die Stadt Magdeburg will die Sicherheit auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt erhöhen. "Die Landeshauptstadt wird auf Basis der vom Stadtrat beschlossenen Ziele den Zufahrtsschutz weiter aufrüsten", sagte Stadtsprecher Michael Reif der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk darüber berichtet, dass es in diesem Jahr mögliche Sicherheitslücken geben könnte.  Konkret wurde berichtet, dass die Stadt den Markt nicht ausreichend mit Sperren für Autos und andere Fahrzeuge schützen könne. Vorhandene Sperren hielten nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 3,5 Tonnen auf. Dem Bericht zufolge fehle für umfangreichere Sperrtechnik die Zeit.  Im vergangenen Jahr war am 20. Dezember ein saudischer Mann mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt gerast. Dabei tötete er sechs Menschen, über 300 wurden teils schwer verletzt. Der Attentäter Taleb al-Abdulmohsen sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Wann der Prozess gegen ihn eröffnet wird, ist derzeit noch unklar.  Zusätzlich zu vorhandenen Sperren habe die Stadt unter anderem 110 neue Sicherheitssteine gekauft, die miteinander verbunden werden sollen. An verschiedenen Stellen seien auch versenkbare Poller gebaut worden.  Per Zertifikat könne dadurch der Schutz für Fahrzeuge von bis zu 3,5 Tonnen gewährleistet werden, sagte Reif. Auch ein Schutz vor Fahrzeugen mit einem Gewicht bis zu 7,5 Tonnen sei vorhanden - allerdings nicht zertifiziert und damit vollumfänglich. Die Kosten der Stadt für die neuen Sperrungen belaufen sich ihm zufolge allein in diesem Jahr auf eine sechsstellige Summe.  Die Lücke, die al-Abdulmohsen im vergangenen Jahr genutzt hatte, um über den Weihnachtsmarkt zu fahren, hätte derzeitigen Erkenntnissen nach durch ein Fahrzeug geschlossen werden sollen. Im Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Anschlag hatte eine Polizistin der Landesbereitschaft berichtet, dass sie selbstständig entschieden habe, den Polizeitransporter nicht genau an den Punkt abzustellen, der in einer abgestimmten Karte eingezeichnet war. Sie habe ihre Entscheidung auch nicht an Vorgesetzte gemeldet. © dpa-infocom, dpa:251015-930-166759/1