Abkühlung erwünscht: Freibäder vor Hitzetagen - worauf sich Gäste freuen können

Datum17.06.2026 03:45

Quellewww.zeit.de

TLDRAlle Freibäder in Hessen sind geöffnet und hoffen auf eine sommerliche Hitzewelle, um Besucherrekorde zu brechen. Trotz gestiegener Kosten blieben die Eintrittspreise vielerorts stabil. Einige Bäder bieten Neuerungen wie Relax-Liegen oder KI-gestützte Überwachungssysteme. Die Meteorologen prognostizieren eine längere Hitzewelle, was die Saison beleben könnte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abkühlung erwünscht“. Lesen Sie jetzt „Freibäder vor Hitzetagen - worauf sich Gäste freuen können“. Viel Sonne und 30 Grad: Endlich passt auch das Wetter zur aktuellen Jahreszeit. In Hessen haben nun alle Freibäder geöffnet, viele von ihnen bieten ihren Gästen Neuerungen - von der Relax-Liege bis zur KI-Technik. Die Betreiber hoffen auf stabile Witterung, damit die Saison endlich Fahrt aufnehmen kann.  Regen reduziert die Besucherzahlen in den Freibädern natürlich drastisch. Im Fuldaer Freibad Rosenau sind es zuletzt an regnerischen Tagen nur bis zu 550 Besucher gewesen, an sonnigen Tagen sind dagegen bis zu 4.000 üblich. Auch in Frankfurt blieben viele Gäste den Freibädern fern - dafür wurden die Hallenbäder mehr genutzt. Ähnliches berichtet man aus Kassel.  Wenn es regnet, kommen statt zahlreichen Familien mit Kindern und Freizeitschwimmern nur wenige sportlich orientierte Gäste mit Dauerkarten, beschreibt die Bädergesellschaft Bad Hersfeld die Situation. Doch das dürfte sich mit der angekündigten Hitze nun ändern. Viele Betreiber gehen entspannt mit der Situation um. "Es hat sich schon so oft gezeigt, dass wenige heiße Wochen verregnete Wochen zu Beginn der Saison mehr als überkompensieren", heißt es etwa aus Kassel. Und dann ließ der schöne und teilweise heiße Mai ja schon die Kassen klingeln: In Fulda wurden die Vorjahreszahlen in dem Monat um mehr als das Doppelte übertroffen.  Auch in den Frankfurter Freibädern sind 2026 bereits die doppelten Besucherzahlen erreicht worden. Seit Montag sind nun alle sieben Freibäder der Mainmetropole geöffnet - pünktlich zur angekündigten Hitze. Regelrechte Vorfreude lösen die angekündigten heißen Temperaturen in Bad Hersfeld aus: "Nach den bislang eher wechselhaften Wochen freuen wir uns darauf, endlich wieder einen regulären Freibadbetrieb mit entsprechendem Besucheraufkommen zu erleben", teilen die Bäderbetriebe mit.  Das Seedammbad in Bad Homburg hat auch mit den Auswirkungen eines großen Parkhausbrands zu kämpfen, die Freibadsaison begann daher erst am 15. Mai. Nun erwarte man eine Belebung, erklärt die Stadt.  Der Sprung ins kalte Nass verspricht Abkühlung, richtig günstig ist die Tageskarte fürs Freibad allerdings nicht mehr überall. Immerhin wurde vielerorts nicht an der Preisschraube gedreht, trotz höherer Kosten. Letzteres trifft etwa auf Bad Hersfeld zu, wo ein Erwachsener 4,50 Euro zahlt. In Fulda sind es 4,70 Euro und damit 10 Cent mehr als im Vorjahr.  In Frankfurt kann man als Erwachsener für fünf Euro ins Freibad, dies habe sich seit Jahren nicht geändert, teilen die Bäderbetriebe mit. Derselbe Preis gilt im südhessischen Dieburg. 7,50 Euro kostet die Tageskarte für das Kasseler Auebad, das unter anderem zwei große Rutschen bietet. Drei Euro kostet der Eintritt in zwei weitere Freibäder in der nordhessischen Stadt. Bad Homburg verlangt wie im Vorjahr 8,50 Euro Eintritt pro Erwachsenem für das Seedammbad mit insgesamt elf Becken. Im Frühjahr wurde in den Bädern kräftig geschrubbt und erneuert, um den Gästen nun im Sommer einen guten Service bieten zu können. Das Fuldaer Freibad hat unter anderem neue Relax-Liegen und Umkleiden erhalten. Angeboten wird nun auch das kostenlose Laden von E-Bike-Akkus. Im Kasseler Auebad soll im Außenbereich eine KI dazu beitragen, dass problematische oder gefährliche Situationen frühzeitig erkannt werden. Dies wurde bereits im Innenbereich umgesetzt und soll das Aufsichtspersonal unterstützen. Aktuell laufe die Anlernphase. Neuen Rollrasen und zusätzliche Sitzbänke gibt es im Freibad Dieburg. In Bad Hersfeld wurde an der Technik gearbeitet, neue Badewasserpumpen sollen einen sichereren und effizienteren Betrieb ermöglichen. Neue Pumpen wurden auch in Bad Homburg installiert. Wenige Wolken und bis 35 Grad sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag und Freitag mit Blick auf Hessen voraus - nach einem bereits sehr warmen und eher wechselhaften Mittwoch. Schauer und Gewitter sind zwischendurch allerdings weiter nicht ausgeschlossen.  Der Sommer nehme nun richtig Fahrt auf, heißt es von den Meteorologen. Es beginne eine Hitzephase mit hoher Wärmebelastung. Wie lange sie andauert, kann der DWD nicht vorhersagen, erklärt aber, dass es möglich sei, dass sie sich als längere Hitzewelle entpuppe - im Südwesten sei dies sogar wahrscheinlich. Für Hessen zeigt die Trendvorhersage jedenfalls bis in die nächste Woche hinein Temperaturen an die oder über 30 Grad. Mit Schauern und Gewittern muss demnach weiter gerechnet werden. © dpa-infocom, dpa:260617-930-234546/1