Landtagswahl: Südwest-AfD will mit "Stadtbild"-Streit Wahlkampf machen

Datum23.11.2025 12:11

Quellewww.zeit.de

TLDRDie baden-württembergische AfD nutzt die Stadtbild-Debatte, ausgelöst von CDU-Kanzler Friedrich Merz, für ihren Wahlkampf zur Landtagswahl 2026. Landeschef Markus Frohnmaier präsentierte Slogans auf Wahlplakaten, die verbreitete Gefühle der Bevölkerung ansprechen. Mit Umfragen von rund 20 Prozent rechnet die AfD mit einem historischen Wahlerfolg, wobei sie die CDU für gebrochene Versprechen kritisiert. Trotz inhaltlicher Schnittmengen gibt es aktuell keine Koalitionsbereitschaft mit der AfD.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „Südwest-AfD will mit "Stadtbild"-Streit Wahlkampf machen“. Die baden-württembergische AfD nutzt die von Kanzler Friedrich Merz (CDU) ausgelöste "Stadtbild"-Debatte für ihren Landtagswahlkampf. So ist auf einem der Wahlplakate unter anderem der unspezifische Slogan "Du siehst es doch auch" zu sehen. Das sei in Anlehnung an die "Stadtbild"-Debatte gewählt, sagte Landeschef Markus Frohnmaier bei der Vorstellung der AfD-Kampagne am Rande des Parteitags in Hechingen. Auf weiteren Plakaten stehen die Sätze "Es sind zu viele." und "Sie nutzen uns aus." Es werde auch auf der Metaebene gearbeitet, so Frohnmaier. "Diese Plakate laden dazu ein, sich Gedanken zu machen." Sie würden ein viel verbreitetes Gefühl in der Bevölkerung aufgreifen, das die AfD adressieren wolle.  Die AfD rechnet mit einem historischen Wahlerfolg bei der Landtagswahl im März 2026. In Umfragen lag die Partei zuletzt bei rund 20 Prozent – auf Platz zwei hinter der CDU. Zwar sieht die AfD die größten inhaltlichen Schnittmengen zu den Christdemokraten, gleichzeitig wirft die Partei der CDU vor, ihre Versprechen immer wieder gebrochen zu haben. Koalieren will niemand mit der AfD. Die "Stadtbild"-Äußerungen von Merz hatte wochenlang für Debatten um öffentliche Sicherheit und Migration gesorgt. Der Kanzler hatte Mitte Oktober gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, "aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen". Erst eine Woche später wurde er konkreter: Probleme bereiteten jene Migranten, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, nicht arbeiteten und sich nicht an Regeln hielten. © dpa-infocom, dpa:251123-930-329586/1