Hohe Gefährdungslage: Gemischte Bilanz zu jüdischem Leben in Sachsen-Anhalt

Datum16.06.2026 17:36

Quellewww.zeit.de

TLDRDer dritte Umsetzungsbericht zum Landesprogramm für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus in Sachsen-Anhalt zeigt eine gemischte Bilanz. Positiv hervorzuheben sind die Eröffnung neuer Synagogen. Dennoch bleibt die Gefährdungslage aufgrund internationaler Entwicklungen, insbesondere seit dem Terrorangriff auf Israel, hoch. Sicherheitsfragen und antisemitische Vorfälle überschatten die positive Entwicklung, was die anhaltenden Herausforderungen verdeutlicht. Der Bericht wurde nach dem Anschlag in Halle 2019 initiiert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hohe Gefährdungslage“. Lesen Sie jetzt „Gemischte Bilanz zu jüdischem Leben in Sachsen-Anhalt“. Positive Entwicklungen bei einer anhaltend hohen Gefährdungslage prägen das jüdische Leben in Sachsen-Anhalt. Diese gemischte Bilanz zieht der dritte Umsetzungsbericht zum Landesprogramm für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus.  Es sei viel Positives bewirkt worden und die jüdische Gemeinschaft im Land erkenne dies auch ausdrücklich an, heißt es darin. Als Beispiel ist die Eröffnung zweier neuer Synagogen im Laufe der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode angeführt.  Der Blick auf das jüdische Leben bleibe aber auch in Sachsen-Anhalt stark von internationalen Entwicklungen abhängig. Insbesondere seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stellt der Bericht große Herausforderungen fest. Das Thema Sicherheit überlagere die Gesamtthematik, weltweit sei die jüdische Gemeinde zunehmenden Feindseligkeiten ausgesetzt. Auch in Sachsen-Anhalt ist den Angaben nach sowohl die Gefährdungslage für jüdische Einrichtungen als auch das Niveau antisemitischer Vorfälle hoch. Der Umsetzungsbericht ist unter Federführung von Wolfgang Schneiß, Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus, erarbeitet worden. Das Landesprogramm wurde nach dem antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle beschlossen. Es wurde ursprünglich entwickelt, um einer Verengung der Wahrnehmung jüdischen Lebens auf die Aspekte der Sicherheit entgegenzuwirken und in der gesamten Breite von Politik und Gesellschaft Unterstützung für das jüdische Leben zu bewirken. © dpa-infocom, dpa:260616-930-233292/1