Nachrichtenpodcast: Folgt auf den Iran eine Lösung für den Ukrainekrieg?

Datum16.06.2026 17:42

Quellewww.zeit.de

TLDRBeim G7-Gipfel in Évian wird über die Ukraine und den Nahen Osten beraten. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Irankriegs und die europäische Rolle bei einem Friedensprozess sind zentrale Themen. Deutschland könnte sich an einer Mission zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen. Ein neues Zentrum zur Abwehr hybrider Gefahren wurde in Berlin eröffnet.

InhaltNach einem möglichen Iran-Abkommen wollen sich die G7-Staaten nun auf mehr Hilfe für die Ukraine einigen. Außerdem: Neues Zentrum für die Abwehr hybrider Gefahren. Die Staats- und Regierungschefs der G7 sind im französischen Évian zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Die kurz vor Beginn des Treffens angekündigte Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Irankriegs gilt dabei als eines der wichtigsten Themen. Diskutiert wird auch die mögliche Rolle Europas und Deutschlands bei einem Friedensprozess. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob sich Deutschland künftig an einer Mission zur Absicherung der Straße von Hormus beteiligen könnte. Begleitet wird der Gipfel von Protesten. Im benachbarten Genf demonstrierten nach Polizeiangaben rund 20.000 Menschen gegen die G7. Das Protestbündnis kritisiert die Staatengruppe als überholt und wirft ihr vor, Entscheidungen im Interesse wohlhabender Staaten zu treffen. Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT, ordnet die wichtigsten Themen des Gipfels ein. Beim G7-Gipfel im französischen Évian beraten die Staats- und Regierungschefs auch über das angekündigte Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Irankriegs. US-Präsident Donald Trump hat die Vereinbarung laut seinem Vizepräsidenten bereits elektronisch unterzeichnet. Die formelle Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz erfolgen. Über die genauen Inhalte ist bislang wenig bekannt. Offen ist auch, wann und unter welchen Bedingungen die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet wird. Trotz dieser Einigung gibt es Akteure, die dem Abkommen kritisch gegenüberstehen: Teile des iranischen Machtapparats, Gegner des iranischen Regimes sowie die israelische Regierung. Welche Gründe sie dafür haben und wie realistisch eine Unterzeichnung tatsächlich ist, erläutert ZEIT-Autor Omid Rezaee. Außerdem im Update: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat in Berlin ein neues Zentrum zur Abwehr hybrider Gefahren eröffnet. Das Zentrum soll Polizei, Verfassungsschutz, Bundesbehörden, Länder sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik enger vernetzen. Ziel ist ein schnellerer Informationsaustausch und eine bessere Früherkennung solcher Angriffe. In Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes an einem russischen Künstler und Putin-Kritiker. Der 44-jährige Semjon Skrepezki, der bürgerlich Robert Kusowkow hieß, wurde nach Angaben der Ermittler auf offener Straße angegriffen und getötet. Inzwischen wurden zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen. Skrepezki war für satirische und politische Karikaturen bekannt, unter anderem von Wladimir Putin. Und sonst so: Warum viele Supermärkte gegen den Uhrzeigersinn aufgebaut sind Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.