Datum16.06.2026 17:26
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschland hat die letzten sieben Castorbehälter mit Atommüll aus der Wiederaufbereitung im britischen Sellafield zurückgenommen. Die Behälter erreichten den Hafen Brunsbüttel und sollen nun zum Zwischenlager am stillgelegten Atomkraftwerk Brokdorf transportiert werden. Dies ist der Abschluss eines Rücknahmeprozesses, der aus Verträgen deutscher Atomkraftwerksbetreiber und völkerrechtlichen Zusagen der Bundesrepublik resultiert.
InhaltDer letzte Transport mit radioaktivem Abfall hat Deutschland erreicht. Er soll in das Zwischenlager am stillgelegten Atomkraftwerk Brokdorf transportiert werden. Deutschland hat die letzten sieben Castorbehälter mit Atommüll aus der Wiederaufbereitung radioaktiver Brennstäbe im Ausland zurückgenommen. Wie die wie die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) in Essen mitteilte, erreichten sie den Hafen im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel an Bord des Spezialschiffs Pacific Grebe. Es handelte sich um Rückstände aus der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield. Nach GNS-Angaben gehen die Castorbehälter in das Atommüllzwischenlager am stillgelegten Atomkraftwerk Brokdorf bei Brunsbüttel. Der Transport dorthin sei mit Transportfahrzeugen über die Straße geplant. Diese sollten "in den darauffolgenden Tagen" einzeln in das staatliche Zwischenlagergebäude fahren und nacheinander entladen werden. Deutsche Atomkraftwerksbetreiber ließen in der Vergangenheit regelmäßig verbrauchte Brennelemente aus ihren Reaktoren zur Wiederaufbereitung in spezielle Anlagen im britischen Sellafield und im französischen Le Havre bringen. Dabei verpflichteten sie sich vertraglich, die nicht weiter verwertbaren radioaktiven Rückstände zurückzunehmen. Ergänzend garantierte die Bundesrepublik Deutschland dies auch in völkerrechtlichen Verträgen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.