Datum16.06.2026 16:55
Quellewww.spiegel.de
TLDRDonald Trump hat bei einer Begegnung mit dem Emir von Katar erneut seine mangelhaften geografischen Kenntnisse bewiesen. Er verortete Katar fälschlicherweise als Nachbarland Irans mit gemeinsamer Landgrenze, was er als "gefährliche Position" bezeichnete. Tatsächlich ist Katar eine Halbinsel am Persischen Golf, die nur an Saudi-Arabien grenzt und vom Iran durch den Golf getrennt ist. Dies ist nicht der erste geografische Fehltritt Trumps, der bereits in der Vergangenheit mit falschen Länder- und Ortsangaben für Aufsehen sorgte.
InhaltDonald Trump erklärt Emir Tamim bin Hamad Al Thani die "gefährliche Position", in der sich dessen Land befinde. Nur hat er keine Ahnung, wo genau Katar ist. Es ist nicht der erste geografische Fehltritt des US-Präsidenten. US-Präsident Donald Trump führt Krieg in Nahost, doch seine geografischen Kenntnisse in der Region sind mindestens mangelhaft: Erneut verortete er den Staat Katar am Persischen Golf fälschlicherweise als Nachbarland Irans mit gemeinsamer Landgrenze. "Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position", sagte Trump zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Von Katar aus könnte man nach Iran "buchstäblich laufen", sagte Trump. Von "jedem anderen Ort" müsse man nach Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fußweg möglich. Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf, die nur an Saudi-Arabien grenzt. Der Rest des kleinen Landes ist von Wasser umgeben. Die Luftlinie nach Iran beträgt an der schmalsten Stelle, getrennt vom Persischen Golf, etwa 200 Kilometer. Iran grenzt unter anderem an den Irak, die Türkei, Afghanistan und Pakistan. Trump hatte sich ähnlich schon im vergangenen Oktober geäußert. Man könnte von Iran "in einer Sekunde" nach Katar laufen, sagte er damals. Katar sei deshalb ein "hartes Gebiet" – ganz anders als andere Golfstaaten, von denen aus man eine Stunde oder länger nach Iran fliegen müsse. Trump hatte schon vor und während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident mit Fehlern und Ausrutschern zur Geografie für Gesprächsstoff gesorgt. Belgien bezeichnete er einmal als Stadt, Albanien verwechselte er mit Armenien und das afrikanische Namibia nannte er "Nambia".