Schlüsseltechnologien: Giffey: Berlin muss wettbewerbsfähig bleiben

Datum16.06.2026 15:19

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlin hat die "Deep Tech Berlin Agenda" verabschiedet, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die auf Grundlagenforschung basierenden Schlüsseltechnologien, wie KI, Biotechnologie und Mikroelektronik, sind entscheidend für Berlins Wirtschaft. Die Stadt, die bereits 600-1.000 Deep-Tech-Unternehmen hat und Europas Innovationsstandort Nr. eins werden will, muss diesen Sektor stärken, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und technologische Unabhängigkeit zu wahren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schlüsseltechnologien“. Lesen Sie jetzt „Giffey: Berlin muss wettbewerbsfähig bleiben“. Berlin als Wirtschaftsstandort muss nach Überzeugung des Senats mehr Anstrengungen unternehmen, um seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu sichern. Einen Beitrag dazu soll die "Deep Tech Berlin Agenda" leisten, die die schwarz-rote Landesregierung bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen hat, wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey anschließend mitteilte. Sie soll den Rahmen für die technologieorientierte Innovationspolitik der kommenden zehn Jahre bilden.  Beim Thema Deep Tech gehe es um einen stark wachsenden Wirtschaftszweig, sagte die SPD-Politikerin. Deep Tech sei deshalb ein extrem wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Was ist damit gemeint? "Das sind Unternehmen, Produkte, Technologien, die wissenschaftsbasiert auf Grundlagenforschung gründen", erklärte Giffey. "Und es sind Schlüsseltechnologien, die dann am Ende dazu führen, dass sich Verfahren, Prozesse, Produkte massiv verändern."  Giffey nannte als Beispiele ein Unternehmen, das eine Methode entwickelt hat, den Blutzuckerspiegel ohne Stich in die Haut bestimmen zu können oder eine in Berlin hergestellte pinguinförmige Drohne, die mit einem Sensor ausgestattet unbemannt unter Wasser etwa Flugzeugwracks erkennen kann oder auch vermisste Personen.  In Berlin gebe es - je nach Zählweise inzwischen 600 bis 1.000 Deep-Tech-Unternehmen, Tendenz stark wachsend, sagte Giffey. Das seien alles Unternehmen, die auf lange Sicht dazu beitragen könnten, dass sich Berlins Wirtschaftskraft weiter gut entwickele. Dabei gehe es insbesondere um Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Mikroelektronik.  Berlin wolle Innovationsstandort Nummer eins in Europa werden, sagte Giffey. Die neue Strategie soll dazu beitragen, das Ziel zu erreichen. Berlin stehe beim Thema Deep Tech im europäischen Vergleich bereits sehr gut da. "Und das heißt, der Anspruch, da vorne mitzuspielen, ist absolut richtig." Schließlich hänge ein großer Teil des überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums Berlins mit Deep Tech zusammen. "Und wenn wir weiter erfolgreich sein wollen, dann müssen wir genau diesen Wirtschaftszweig stärken." Denn egal ob Mikroelektronik oder Biotechnologie: "All das sind natürlich Themen, an denen auch andere in der Welt forschen - in Asien, in den USA, in China", sagte Giffey. "Das sind Themen, wo wir schauen müssen, dass wir unsere Unabhängigkeit bewahren. Und deswegen ist es wichtig, das voranzutreiben." Zur neuen Agenda gehört, die Deep-Tech-Branche entsprechend zu unterstützen und zu fördern. © dpa-infocom, dpa:260616-930-232383/1