Datum16.06.2026 12:58
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsen-Anhalt verzeichnet den zweithöchsten Bevölkerungsrückgang Deutschlands mit 0,7 Prozent weniger Einwohnern Ende 2025. Thüringen (minus 1 Prozent) und das Saarland (minus 0,5 Prozent) sind ebenfalls stark betroffen. Bundesweit sank die Bevölkerung um 0,1 Prozent, hauptsächlich durch ein Geburtendefizit, das die Nettozuwanderung nicht ausgleichen konnte. Nur Stadtstaaten verzeichnen Bevölkerungszuwachs.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bevölkerungsentwicklung“. Lesen Sie jetzt „Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt am zweitgrößten“. Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit dem zweithöchsten Bevölkerungsrückgang in Deutschland. Rund 0,7 Prozent weniger Menschen lebten Ende 2025 in dem Bundesland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Am stärksten waren demnach Thüringen (minus 1 Prozent) und Sachsen-Anhalt sowie das Saarland (minus 0,5 Prozent) vom Bevölkerungsrückgang betroffen. In Sachsen-Anhalt wurden zum Stichtag am 31. Dezember 2025 exakt 2.120.252 Menschen gezählt. Das waren 15.345 Menschen weniger als Ende 2024. Zum Vergleich: Am 31. Dezember 2016 lebten noch 2.236.252 Menschen in Sachsen-Anhalt, fünf Jahre später waren es 2.169.253 Menschen (2021). Nach Angaben der Statistiker stieg die Bevölkerungszahl nur in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern ging sie hingegen zurück oder blieb annähernd stabil. Der Bevölkerungsrückgang fiel in den östlichen Bundesländern mit minus 0,5 Prozent stärker aus als in den westdeutschen Bundesländern mit minus 0,1 Prozent. Ein Blick auf die bundesweiten Zahlen: In Deutschland lebten Ende 2025 110.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerungszahl ist auf 83,5 Millionen Menschen gesunken. Das waren laut Statistischem Bundesamt 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen, wie die Statistiker berichteten: "Im Jahr 2025 sank die Bevölkerungszahl nun erstmals seit 2020 wieder". Der Grund: Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo – also die Differenz zwischen den Zu- und Fortzügen – von plus 430.000 auf 235.000 deutlich zurück. © dpa-infocom, dpa:260616-930-230958/1