Urteil in Berufungsprozess: Hohe Strafe: Manipulierter Stromzähler in Marihuana-Plantage

Datum16.06.2026 12:43

Quellewww.zeit.de

TLDREin Mann wurde wegen der Manipulation eines Stromzählers für eine Marihuana-Plantage zu einer Nachzahlung von 82.000 Euro an den Stromversorger verurteilt. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte dies in einem Berufungsprozess. Der Angeklagte hatte über zwei Jahre Strom und Gas für eine angemietete Wohnung in Wetzlar bezogen, die er zum Anbau von Marihuana nutzte. Der Stromzähler wurde durch Aufreißen der Plomben und Blockieren der Drehscheibe manipuliert. Das Gericht schätzte den Stromverbrauch auf 320.000 Kilowattstunden. Der Mann wurde bereits wegen des Marihuana-Anbaus zu über drei Jahren Haft verurteilt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Urteil in Berufungsprozess“. Lesen Sie jetzt „Hohe Strafe: Manipulierter Stromzähler in Marihuana-Plantage“. Weil er einen Stromzähler für eine Marihuana-Plantage manipulierte, muss ein Mann gut 82.000 Euro an einen Stromversorger zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt in einem Berufungsprozess entschieden. Der Mann habe vom Sommer 2019 bis zum Sommer 2021 Strom und Gas für ein angemietetes Haus in Wetzlar bezogen. Er habe das Haus angemietet, um darin Marihuana anzubauen.  Den Stromzähler habe er bewusst manipuliert, so das Gericht in einer Mitteilung. "Er hatte die Plomben des Zählers aufgerissen und die Drehscheibe des Zählers blockiert." Die zahlreichen Lampen, Lüfter und E-Heizungen in dem Haus hätten eine Gesamtleistung von 28.900 Watt gehabt. Der Stromversorger habe den Stromverbrauch für die zwei Jahre auf rund 320.000 Kilowattstunden geschätzt.  Der Mann sei im Juni 2021 wegen des Marihuana-Anbaus verhaftet worden. Das Landgericht Limburg verurteilte ihn demnach zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten. Das Urteil ist rechtskräftig. © dpa-infocom, dpa:260616-930-230842/1