Tennis: Jelena Rybakina deaktivierte Instagram-Konto wegen Hass-Kommentaren

Datum16.06.2026 10:49

Quellewww.spiegel.de

TLDRJelena Rybakina hat ihr Instagram-Konto nach einer verheerenden Niederlage in London und erhaltenen Hasskommentaren deaktiviert. Die Weltranglistenzweite vermutet, dass Wettspieler, die durch ihren Verlust Geld verloren haben, die Kommentare hinterlassen haben. Sie nannte die Kontrolle ihres Profils einen Vollzeitjob und erklärte, dass sie die Kommentarfunktion bei vielen Beiträgen deaktiviert habe. Rybakina ist nicht die Einzige, die online Anfeindungen erfährt, wie das Beispiel von Eva Lys zeigt.

InhaltBei einem Turnier in London schied Tennisprofi Jelena Rybakina gegen eine Außenseiterin aus, seitdem erhält die 26-Jährige Hassnachrichten. Die Weltranglistenzweite äußert eine Vermutung, wer dahintersteckt. Wer in der Öffentlichkeit steht, ist Gegenwind in der Regel gewohnt. Doch was Tennisprofi Jelena Rybakina, 26, auf ihrem Instagram-Account lesen musste, setzte ihr so zu, dass sie ihr Konto vorübergehend deaktivierte. Das hat Rybakina nun selbst am Rande des in Berlin stattfindenden Rasenturniers erzählt. Die Weltranglistenzweite hatte am vorigen Freitag beim Rasenturnier im Londoner Queen’s Club zunächst einigermaßen mühsamen gegen die deutsche Titelverteidigerin Tatjana Maria gewonnen. Anschließend verlor sie gegen die britische Außenseiterin Katie Boulter. Danach wurden ihre Instagram-Beiträge geflutet von Negativkommentaren. "Normalerweise schenke ich dem nicht zu viel Aufmerksamkeit", sagte Rybakina dazu nun. In diesem Moment sei es aber zu viel gewesen. Die Kasachin vermutet, dass wohl Wettspieler, die durch ihre Niederlage Geld verloren haben, ihrem Frust auf ihrem Account Luft machten. Aber: "Wenn diese Leute nicht aufhören können, weil sie in diesem Moment Geld verlieren, gebe ich ihnen nicht die Möglichkeit, das zu kommentieren", erklärte Rybakina. Studien zeigen, dass vor allem Männer an Sportwetten teilnehmen. Sie sei nicht dafür da, den ganzen Tag lang ihr Instagram-Konto aufzuräumen, fügte die Australian-Open-Siegerin hinzu. Auch wenn sie Menschen habe, die ihr bei den Inhalten helfen würden, sei das Kontrollieren ihres Profils ein Vollzeit-Job. "Für mich ist es okay, nicht in den sozialen Medien zu bleiben. Wenn ich keine öffentliche Person wäre, wäre ich dort nicht allzu aktiv", sagte Rybakina. Ihr Profil ist mittlerweile wieder online, jedoch ist bei vielen Beiträgen die Kommentarfunktion deaktiviert. Genau wie Rybakina wird auch die deutsche Tennisspielerin Eva Lys im Netz aufs Schlimmste angefeindet. Dem SPIEGEL erzählte sie davon: "Ich hatte schon alles. Todeswünsche, Vergewaltigungsdrohungen. Es ist brutal." Lesen Sie das ganze Interview hier.