Sozialwohnungen: Zahl der Sozialwohnungen erneut gesunken

Datum16.06.2026 07:12

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Zahl der Sozialwohnungen ist 2025 erneut gesunken, trotz Förderungen und Gegenmaßnahmen. Während neue Mietwohnungen und Wohnheimplätze entstanden, fielen deutlich mehr Einheiten aus der Sozialbindung. Ende 2025 gab es bundesweit rund 20.000 weniger Sozialwohnungen als im Vorjahr. Nordrhein-Westfalen verzeichnete den größten Verlust. Auslaufende Belegungsbindungen sind die Hauptursache für diesen Rückgang, was die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum weiter einschränkt.

Inhalt2025 sind trotz Gegenmaßnahmen rund 20.000 Sozialwohnungen weggefallen. Damit ist die Zahl solcher Wohnungen weiter gesunken. Besonders in NRW ist die Lücke groß. Die Zahl der Sozialwohnungen ist nach Angaben der Bundesregierung auch im Jahr 2025 gesunken. Auf der einen Seite wurden zwar 27.283 Neubau-Mietwohnungen gefördert, zwei Prozent mehr als 2024, wie das Bundesbauministerium auf eine Anfrage der Linkenabgeordneten Caren Lay mitteilte. Außerdem kamen 4.701 neue Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende hinzu. Zugleich fielen jedoch 57.621 Einheiten aus der Sozialbindung. Damit gab es Ende 2025 demnach 20.000 Sozialwohnungen weniger als ein Jahr zuvor – trotz weiterer Gegenmaßnahmen wie etwa der Verlängerung von Belegungsbindungen. Diese Regelungen besagen, dass öffentlich geförderte Wohnungen Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vorbehalten sind. Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen solcher Wohnungen registriert gewesen. Sie wurden mit staatlicher Förderung gebaut oder modernisiert und müssen dafür bis zu 30 Jahre günstige Mieten bieten. Nach der Frist enden diese Vorgaben. Besonders groß war die Lücke in Nordrhein-Westfalen: Nach Angaben des Bundesministeriums wurden dort im vergangenen Jahr 6.773 Sozialwohnungen und 1.110 Wohnheimplätze gebaut, doch es fielen 26.421 Einheiten aus der Bindung, was einen Verlust von 18.538 darstellt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.