Datum16.06.2026 06:16
Quellewww.zeit.de
TLDRDer südafrikanische Jazzmusiker Abdullah Ibrahim ist im Alter von 91 Jahren in Bayern gestorben. Bekannt für die Verbindung von Jazz mit südafrikanischen Traditionen, war Ibrahim eine internationale Ikone. Er spielte bei Nelson Mandelas Amtseinführung und war ein kultureller Botschafter seines Landes. Südafrikas Präsident würdigte seinen Beitrag im Kampf gegen die Apartheid und seinen musikalischen Einfluss. Ibrahim gilt als einer der angesehensten Jazzmusiker Südafrikas.
InhaltDer Pianist und Komponist Abdulla Ibrahim verband Jazz oft mit südafrikanischen Musiktraditionen. Jetzt ist die Jazzlegende im Alter von 91 Jahren in Bayern gestorben. Die südafrikanische Jazzlegende Abdullah Ibrahim ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das gab seine Familie bekannt. Ibrahim, der früher unter dem Namen Dollar Brand bekannt war, starb nach Angaben seiner Familie nach einer kurzen Krankheit umgeben von seinen Angehörigen in Deutschland. Er soll in Bayern beigesetzt werden, wo er zuletzt lebte. Seine Partnerin Marina Umari teilte mit, er sei "friedlich eingeschlafen, mit Südafrika und seinem Volk in seinem Herzen". "Seine Liebe zu seinem Land hat niemals nachgelassen, ganz gleich, wo auf der Welt er sich befand", sagte sie. Als eine der angesehensten Jazzpersönlichkeiten Südafrikas spielte Ibrahim unter anderem bei der Amtseinführung von Nelson Mandela im Jahr 1994. Geboren in Kapstadt, wurde Ibrahim international als Pianist, Komponist und Bandleader bekannt. In einer Karriere, die sich über mehr als sieben Jahrzehnte erstreckte, entwickelte er eine einzigartige Verbindung von Jazz und südafrikanischen Musiktraditionen. Dadurch wurde er zu einem kulturellen Botschafter, dessen Musik Menschen auf der ganzen Welt berührte. Sein letztes öffentliches Konzert in Südafrika fand im März beim Cape Town International Jazz Festival statt. Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa würdigte den Musiker und lobte seinen Beitrag zum Kampf gegen die Apartheid sowie seinen nachhaltigen Einfluss auf die Musik. "Heute trauert unsere Nation um eine internationale Ikone und einen Weltbürger, dessen tiefgründige Werke jenes Südafrika ehrten, das sein politisches Engagement und seine musikalische Brillanz geprägt hat", sagte Ramaphosa. Liebe Leserinnen und Leser, im Kommentarbereich dieses Artikels wollen wir Ihnen mit einem Kondolenzbuch die Möglichkeit geben, Ihre Erinnerungen und Gedanken zu teilen. Die Wahrung der Pietät ist uns bei Todesfällen wichtig, weswegen alle Kommentare vor der Veröffentlichung geprüft werden.