Datum16.06.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRAm Hamburger Flughafen gelangte ein Mann durch Druck auf eine Nottaste unkontrolliert in den Sicherheitsbereich, was zu Flugverspätungen und Ausfällen führte. Der Sicherheitsbereich wurde teilweise geräumt, da die Bundespolizei Sicherheitsrisiken nicht ausschließen konnte. Der Mann gab an, den Eingang versehentlich genutzt zu haben. Flughäfen müssen gesicherte Fluchtwege für Notfälle bereithalten, die jedoch nur im äußersten Ernstfall zu nutzen sind. Solche Vorfälle sind laut Flughafen äußerst selten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Luftverkehr“. Lesen Sie jetzt „Warum gelangte ein Mann in den Airport-Sicherheitsbereich?“. Am Hamburger Flughafen ist es am Freitag zu Verspätungen und Ausfällen von Flügen gekommen. Ein Mann war unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Flughafens - also den Bereich nach der Kontrolle - gelangt, indem er eine Nottaste drückte. Der Airport wurde teils geräumt. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, Flughäfen müssten über gesicherte Fluchtwege verfügen, damit Reisende im Fall von Notfällen wie Bränden das Gebäude verlassen könnten. Zudem brauche es Fluchtwege in Richtung des Terminals - etwa für den Fall, dass ein Brand im Eingangsbereich ausbreche. Eine Nottür öffnet sich. Dem Bundespolizeisprecher zufolge erklingt zudem ein Alarm und die Bundespolizei und der Sicherheitsdienst werden informiert. Nach Angaben des Flughafens führen an rund zehn Stellen auf dem Gelände gesicherte Fluchtwege in den Sicherheitsbereich. Eine genaue Zahl nennt der Flughafen nicht. Solche Vorfälle seien aber äußerst selten, sagte eine Flughafensprecherin. "Denn nach außen ist gut sichtbar, dass dieser Weg nur im äußersten Notfall benutzt werden sollte." Der Bundespolizeisprecher sagte, der Mann sei erst nach ein paar Minuten gefunden worden. In solchen Fällen könnten Sicherheitsrisiken nicht ausgeschlossen werden. Es sei daher richtig gewesen, dass der Flughafen den Sicherheitsbereich geräumt habe. Der Sprecher der Bundespolizei sagte, zu den Ermittlungen gebe es keinen neuen Stand. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat der Mann den Sicherheitsbereich versehentlich betreten. © dpa-infocom, dpa:260616-930-229196/1