Nachrichtenpodcast: Friedensdeal mit offenen Fragen

Datum15.06.2026 17:07

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA und der Iran haben ein Rahmenabkommen zur vorläufigen Beendigung ihres Konflikts geschlossen, das Militäroperationen stoppt und eine US-Seeblockade aufhebt. Verhandlungen über das Atomprogramm und Sanktionen folgen. Kritiker bemängeln, dass wichtige Punkte wie das iranische Raketenprogramm ausgeklammert sind. Politische Debatten begleiten zudem die Teilnahme der iranischen Fußballnationalmannschaft an der WM. Der Bildungsbericht zeigt weiterhin Ungleichheit in Deutschland. In der Ukraine wurden elf Menschen bei russischen Angriffen getötet.

InhaltDer Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist vorerst eingefroren. Nun beginnt der Streit über Atomprogramm, Sanktionen und Garantien. Und: Irans Nationalelf bei der WM Die USA und der Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankriegs geeinigt. Es soll am 19. Juni in Genf unterzeichnet werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass alle Militäroperationen sofort enden – auch im Libanon. Israel ist nach eigenen Angaben nicht an dem Abkommen beteiligt. Außerdem soll die US-Seeblockade iranischer Häfen aufgehoben werden. Die strategisch wichtige Straße von Hormus soll nach der Räumung von Minen wieder freigegeben werden. Offen bleibt aber vieles: In einer anschließenden 60-tägigen Phase soll weiter über das iranische Atomprogramm und den Abbau von US-Sanktionen verhandelt werden. Kritiker bemängeln, dass das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung verbündeter Milizen wie der Hisbollah nicht Teil der Gespräche sein sollen. Der internationale Korrespondent der ZEIT Jörg Lau erklärt in der Folge, warum das Abkommen kritisiert wird und wie sich das geopolitische Machtgefüge im Nahen Osten verändern könnte. Auch die Partie der iranischen Nationalmannschaft in Los Angeles gegen Neuseeland wird von politischen Debatten begleitet. Die USA erteilen der iranischen Nationalmannschaft nur Tagesvisa, weshalb das Team aus Mexiko zum Spiel anreisen muss. Zudem forderte das iranische Regime von der Fifa, historische Löwe-und-Sonne-Flaggen aus der Schah-Zeit in den Stadien zu verbieten. Der Druck auf die Mannschaft ist enorm: Jedes Schweigen, jedes Mitsingen, jeder Blick wurde in der Vergangenheit politisch gedeutet, wie der ZEIT-Journalist Omid Rezaee schreibt. Im Podcast spricht er darüber, wofür das Nationalteam heute steht. Laut dem neuen nationalen Bildungsbericht hängt Bildungserfolg in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Bei Was jetzt? ordnet Martin Spiewak aus dem ZEIT-Bildungsressort die Ergebnisse ein – und erklärt, wo es trotz allem Fortschritte gibt. Außerdem im Update: In der Nacht zu Montag wurden bei russischen Angriffen auf die Ukraine elf Menschen getötet. Dabei wurde auch das zum Unesco-Welterbe gehörende Höhlenkloster in Kyjiw schwer beschädigt. Und sonst so? Historischer DDR-Schnellzug rollt wieder. Moderation und Produktion: Hanna Heim Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Christina Felschen und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.