Ukraine-Krieg: Das sind die neuen EU-Sanktionen gegen Russland

Datum15.06.2026 17:14

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie EU hat neue Sanktionen gegen 34 Personen und 47 Organisationen in Russland beschlossen. Ziel sind Rüstungslieferanten, die Schattenflotte und Verantwortliche für den Tod von Nawalny. Die Maßnahmen sollen Russlands Kriegswirtschaft schwächen und dessen Handlungsspielraum einschränken. Ein 21. Sanktionspaket mit umfassender Visasperre für russische Soldaten sowie weiteren Maßnahmen im Finanz-, Energie- und Fischereisektor wird vorbereitet.

InhaltIm Visier sind Rüstungslieferanten, das Netzwerk der Schattenflotte sowie Nawalny-Verantwortliche: Die EU hat neue Strafmaßnahmen gegen 34 Personen und 47 Organisationen verhängt. Das nächste Paket wird bereits vorbereitet. Die Außenminister der EU-Staaten haben zusätzliche Sanktionen gegen Russland beschlossen: Die Strafmaßnahmen sollen die russische Rüstungsindustrie sowie die Energieexporte des Landes treffen, wie der EU-Rat mitteilte . Jede Maßnahme schränke Russlands Handlungsspielraum weiter ein, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. "Stein für Stein zerstören wir die Grundlagen der russischen Kriegswirtschaft". Die westlichen Sanktionen hätten Russland bereits schätzungsweise 1000 bis 1300 Milliarden Euro gekostet. Insgesamt umfasst das Sanktionspaket den Angaben zufolge 34 Personen und 47 Organisationen beziehungsweise Unternehmen. Deren Vermögenswerte in der Europäischen Union werden nun eingefroren. Zudem ist es EU-Bürgern sowie Unternehmen untersagt, ihnen Gelder zur Verfügung zu stellen. Gegen die betroffenen Personen wird zusätzlich ein EU-Einreiseverbot verhängt. Derzeit wird in Brüssel zudem an einem 21. Sanktionspaket gegen Russland gearbeitet. Es soll laut der Europäischen Kommission eine umfassende Visasperre für russische Soldaten umfassen. Außerdem sollen weitere Maßnahmen den Finanz- und Energiesektor sowie erstmals auch Fischereiunternehmen treffen. Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist unter anderem geplant, die turnusmäßige Anpassung der Ölpreisobergrenze bis Januar kommenden Jahres auszusetzen.