Neue Kooperationsvereinbarung: Jugendoffiziere der Bundeswehr können an Schulen kommen

Datum15.06.2026 16:16

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburgs Bildungsministerium kooperiert nun offiziell mit der Bundeswehr. Jugendoffiziere können externe Referenten an Schulen werden, um Einblicke in Sicherheitspolitik und staatliche Verantwortung zu geben. Diese Zusammenarbeit geschieht nur auf Einladung der Schulen und im Rahmen der Lehrpläne. Dabei sind die Offiziere an den Beutelsbacher Konsens gebunden, der eine unvoreingenommene Vermittlung von Informationen vorschreibt. Die Entscheidung über die Teilnahme liegt weiterhin bei den Schulen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neue Kooperationsvereinbarung“. Lesen Sie jetzt „Jugendoffiziere der Bundeswehr können an Schulen kommen“. Das brandenburgische Bildungsministerium und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung zur Bildung an Schulen geschlossen. "Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr stärkt die Urteilsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler und vermittelt Einblicke in staatliche Verantwortung", sagte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) laut Mitteilung. Jugendoffiziere der Bundeswehr können dafür als externe Referenten in den Unterricht eingebunden werden - allerdings nur auf Einladung der Schulen und im Rahmen bestehender Lehrpläne. Die Vereinbarung bilde eine neue, verbindliche Grundlage für eine seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit, hieß es vom Ministerium. Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere sollen demnach als Gesprächspersonen kommen - und beispielsweise einen Beitrag zur Diskussion über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, über globale Krisenbewältigung und über nationale und europäische Sicherheitsinteressen leisten.  Gebunden seien sie an die Grundsätze des sogenannten Beutelsbacher Konsenses, etwa das Überwältigungsverbot, das es verbietet, Schülerinnen und Schüler im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln. "Ich bin überzeugt davon, dass es heute umso wichtiger denn je ist, sicherheitspolitische Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten", sagte den Angaben zufolge Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg. Ob das Angebot angenommen werde, bleibe weiterhin in der Hoheit der jeweiligen Schulen. © dpa-infocom, dpa:260615-930-227003/1