Ostsee: Tierschützer retten verletzte junge Kegelrobbe vor Zingst

Datum15.06.2026 15:37

Quellewww.zeit.de

TLDRAm Strand von Zingst haben Tierschützer des BUND eine junge, verletzte Kegelrobbe gerettet. Das Tier war mit den Resten eines Fischernetzes am Hals aufgefunden worden. Ein Team mit einer Tierärztin befreite und behandelte die Robbe, die anschließend ins Meer zurückschwamm. Der BUND warnt vor der Gefahr von Fischernetzen und Müll für junge Meerestiere und bittet Strandbesucher, Abstand zu halten und Notfälle zu melden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ostsee“. Lesen Sie jetzt „Tierschützer retten verletzte junge Kegelrobbe vor Zingst“. Robbenschützerinnen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am Strand von Zingst einer jungen Kegelrobbe das Leben gerettet. Dabei haben sie mit einem Team um eine Tierärztin des Deutschen Meeresmuseums zusammengearbeitet. Den Angaben des BUND zufolge war die Robbe am 5. Juni am belebten Strand von Zingst gesichtet worden. Um ihren Hals hätten sich vermutlich die Reste eines Fischernetzes geschnürt und hätten dabei schon tief ins Fleisch eingeschnitten.  Die Wasserwacht habe schnell einen Schutzzaun um das Tier gezogen, während die Robbenbetreuerinnen das Deutsche Meeresmuseum um Unterstützung gebeten hätten. Das Team mit einer Tierärztin habe die Robbe befreit und behandelt. Danach sei die Robbe zurück ins Meer geschwommen. Am folgenden Tag sei die dieselbe Robbe nochmals gesichtet worden.  Fischernetze und Angelausrüstungen, aber auch Wurfringe oder Plastikmüll seien für Jungtiere gefährlich, sagt Lena Hohls vom BUND. Die jungen Kegelrobben würden im Februar oder März geboren und seien sehr neugierig. Wenn sie sich in Netzen verfingen, würden sie dies meist nicht überleben. Solche Sichtungen wie in Zingst gebe es häufiger. Erst etwa zwei Wochen zuvor sei eine junge verletzte Robbe in der Nähe von Rostock gesichtet worden. Wer eine Robbe am Strand sehe, solle immer mindestens 100 Meter Abstand halten, auch wenn es keinen Schutzzaun gebe, sagt die Robbenschützerin. Wer lebende Robben in Not oder beim Rasten entdecke, solle das bitte beim Robbentelefon des BUND unter der Nummer 01523-7969 472 melden. © dpa-infocom, dpa:260615-930-226726/1