Datum15.06.2026 12:13
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem verheerenden Fischsterben in der Oder 2022 zeigt sich eine langsame Erholung der Fisch- und Muschelbestände. Experten schätzen, dass sich der Bestand bis 2027 weitgehend regenerieren wird, auch wenn Fischereierträge länger auf sich warten lassen. Um die Widerstandsfähigkeit des Flusses zu erhöhen, empfehlen die Fachleute eine Senkung des Salzgehalts und Renaturierungsmaßnahmen. Im August 2022 kamen schätzungsweise 1.000 Tonnen Fische ums Leben.
InhaltDas Fischsterben in der Oder 2022 zählte zu den großen Umweltkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Vier Jahre später beobachten Experten eine allmähliche Erholung. Mehr als drei Jahre nach dem großen Fischsterben in der Oder haben sich die Fisch- und Muschelbestände nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz und des Bundesumweltministeriums langsam erholt. Bis zur vollständigen Regeneration werde es jedoch noch mehrere Jahre dauern, teilten beide Behörden unter Verweis auf einen aktuellen Expertenbericht mit. Nach Einschätzung der Experten sollte sich der Fischbestand bis 2027 wieder vollständig erholt haben, auch wenn sich die Fischereierträge erst in einigen Jahren erholen dürften, wenn mehr größere Fische herangewachsen sind. Die Fachleute empfahlen, den Salzgehalt der Oder deutlich zu senken und den Fluss durch Renaturierung, den Anschluss von Nebengewässern und Deichrückverlegungen widerstandsfähiger zu machen. Ausgangspunkt der Untersuchung war die Umweltkatastrophe vom August 2022, die zu einem der größten Fischsterben Europas in den vergangenen Jahrzehnten geführt hatte. Schätzungsweise rund 1.000 Tonnen Fische sowie große Mengen an Muscheln und Wasserschnecken verendeten damals. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.