Onlinebetrug: Fake-Shops zum "Black Friday" – Verbraucherschützer warnen

Datum23.11.2025 07:00

Quellewww.zeit.de

TLDRVerbraucherschützer warnen vor Fake-Shops, die zugeschnitten auf den "Black Friday" betrieben werden. Die Landesregierung und die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern berichteten, dass diese Betrüger zunehmend täuschend echte Online-Shops erstellen. Nach Geldüberweisung ist es zumeist verloren. Besonders günstige Angebote und Shops außerhalb der EU sollten skeptisch betrachtet werden. Die Beschwerden über solche Fake-Shops steigen seit 2020, mit bereits 8.000 Reklamationen in den ersten drei Quartalen 2023. Verbraucher wird geraten, vor einem Kauf mehrfach zu prüfen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Onlinebetrug“. Lesen Sie jetzt „Fake-Shops zum "Black Friday" – Verbraucherschützer warnen“. Die Landesregierung und die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern haben mit Blick auf die Verkaufsschlachten rund um den "Black Friday" vor Fake-Shops im Internet gewarnt. "Die Betrugsversuche werden dreister und täuschend echter", erklärte Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt (Linke). Fake-Shops sähen seriösen Online-Shops zum Verwechseln ähnlich. Doch "kaum ist das Geld an kriminelle Anbietende überwiesen, ist es verloren". Vorsicht sei vor allem geboten, wenn Angebote besonders günstig seien und die Shops von außerhalb der Europäischen Union lockten. "Woher der Anbieter stammt, verrät das Impressum, zumeist am unteren Ende der Internetseite", sagte Bernhardt. Sei kein Impressum vorhanden oder seien weder Adresse noch Kontaktmöglichkeit in Deutschland oder der EU benannt, sei Skepsis geboten. "Niemals vorschnell auf Enter drücken, sollte ein superbilliges Angebot locken", mahnte Bernhardt. "Lieber zweimal checken als sich einmal über kriminelle Abzocke ärgern, die womöglich noch in der Schuldenfalle endet." Überprüft werden könne der Online-Anbieter auch im Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale. Bei den Verbraucherzentralen seien im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Beschwerden eingegangen. "Statistisch gesehen waren das fast 30 Beschwerden täglich", sagte die Ministerin. Und für die ersten drei Quartale dieses Jahres seien bereits rund 8.000 Beschwerden gemeldet worden. "Seit 2020 steigen die Zahlen kontinuierlich", sagte die Vorständin der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, Wiebke Cornelius. Statistisch seien zwölf Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher, die Online-Shops nutzten, innerhalb der vergangenen zwei Jahre Opfer eines Fake-Shops geworden. "Fake-Shops sind neben den untergeschobenen Verträgen eine der Hauptbeschwerdegründe von Verbrauchern im digitalen Raum geworden." © dpa-infocom, dpa:251123-930-328471/1