Nachrichtenpodcast: Der Minimalkompromiss von Belém

Datum23.11.2025 06:07

Quellewww.zeit.de

TLDRDie 30. Weltklimakonferenz in Belém endete ohne verbindlichen Plan zur Abkehr von fossilen Energien. Die EU konnte sich nicht durchsetzen; stattdessen strebt Brasilien eine freiwillige Roadmap an, die auch Waldschutzmaßnahmen umfasst. Zudem präsentieren Russland und die USA neue nukleare Waffensysteme, was Bedenken hinsichtlich eines nuklearen Wettrüstens aufwirft, besonders mit dem auslaufenden Rüstungskontrollvertrag New Start. Experte Michael Thumann erläutert die möglichen Konsequenzen einer Nichtverlängerung des Vertrags.

InhaltDie 30. Weltklimakonferenz endet ohne einen verpflichtenden Fahrplan zur Abkehr von den fossilen Energien. Und: die Sorge vor einem neuen nuklearen Wettrüsten Nach der Verlängerung der COP30 in Belém haben sich die rund 200 Teilnehmerstaaten am Samstagabend auf eine Abschlusserklärung verständigt. Besonders umstritten war der Plan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Die Europäische Union konnte sich mit ihrer Forderung nach einem Fahrplan zur Abkehr von diesen fossilen Energieträgern nicht durchsetzen. Die brasilianische Präsidentschaft strebt nun eine Roadmap auf freiwilliger Basis an, die auch Maßnahmen gegen die Zerstörung von Wäldern berücksichtigt. Im Podcast zieht Elena Erdmann, Redakteurin für Forschungsdaten im Wissensressort der ZEIT, ein erstes Fazit der COP30. Russland hat zuletzt zwei neue nuklear betriebene Waffensysteme präsentiert: den Marschflugkörper Burewestnik und den Torpedo Poseidon. Beide sollen laut russischer Führung besonders schwer abzuwehren sein. Währenddessen ist in den USA von der Vorbereitung eigener Atomtests die Rede. Und auch Russland hat angekündigt, wieder Tests durchzuführen, falls die USA damit beginnen. Damit wächst die Sorge vor einer möglichen Rückkehr zu einem nuklearen Wettrüsten. Gleichzeitig läuft im Februar 2026 der letzte große Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen den USA und Russland aus. Ob der Vertrag verlängert wird und was passiert, wenn nicht, erklärt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Und sonst so: Pippi Langstrumpf wird 80. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier DIE ZEIT auf WhatsApp.