Datum22.11.2025 13:27
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Istanbul wurden 25 Menschen nach dem Verzehr von Lahmacun in einem Restaurant ohne Betriebserlaubnis mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Gäste klagten über Übelkeit und Erbrechen, sind jedoch in guter Gesundheit. Auch in der Nachbarprovinz Kocaeli kamen 14 Schüler nach dem Verzehr eines Hühnchengerichts ins Krankenhaus. Die Vorfälle werfen Fragen zur Lebensmittelsicherheit auf, insbesondere nach einem kürzlichen Fall, in dem der Tod einer Familie zunächst einer Lebensmittelvergiftung zugeschrieben wurde, sich letztlich aber als chemische Vergiftung herausstellte.
InhaltMehrere Restaurantgäste sind in Istanbul mit dem Verdacht auf Lebensmittelvergiftung in eine Klinik eingeliefert worden. Sie hatten Lahmacun in einem Lokal gegessen, das offenbar keine Betriebserlaubnis hatte. In Istanbul sind 25 Menschen nach einem Restaurantbesuch mit dem Verdacht auf Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Betroffenen seien aber "bei allgemein guter Gesundheit" und erhielten "die nötigen medizinischen Untersuchungen und Behandlungen", schrieb der Chef der zuständigen Gesundheitsbehörde der türkischen Metropole, Abdullah Emre Güner, auf der Plattform X. Alle 25 Leute sollen demnach am Freitagabend in einem Lokal im Istanbuler Bezirk Sisli die traditionelle Speise Lahmacun bestellt haben – ein mit Hackfleisch, Gemüse und verschiedenen Gewürzen bestrichenes Fladenbrot. Dem Sender CNN Türk zufolge klagten die Besucher nach dem Essen über Übelkeit und Erbrechen. Die örtlichen Behörden versiegelten das Restaurant, dem laut CNN keine Betriebserlaubnis vorlag. Ebenfalls am Freitag kamen örtlichen Medienberichten zufolge in Istanbuls Nachbarprovinz Kocaeli 14 Schüler nach dem Verzehr eines Hühnchengerichts ins Krankenhaus. Laut der Zeitung "Habertürk" plagten die Schüler ebenfalls Übelkeit und Erbrechen kurz nach dem Mittag in der Schulkantine. Die Schüler seien mittlerweile in guter Verfassung, hieß es am Samstag von Behördenseite. Die Vorfälle werfen Fragen zu Lebensmittelsicherheit und mangelhaften Inspektionen in der gerade für seine Kulinarik gefragten Metropole auf. Erst vor wenigen Tagen hatte der Tod einer Hamburger Familie für Bestürzung gesorgt: Die Eltern und ihre beiden Kinder starben in einer Istanbuler Klinik. Der anfängliche Verdacht einer Lebensmittelvergiftung erhärtete sich dabei allerdings nicht – die Behörden gehen inzwischen von einer chemischen Vergiftung nach einer Schädlingsbekämpfung im Hotel aus. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Schlagzeilen über Gesundheitszwischenfälle in Istanbul gegeben. So wurde der Tod einer deutschen Austauschstudentin im November 2024 zunächst mit einer Lebensmittelvergiftung erklärt. Inzwischen gibt es allerdings auch hier Hinweise, die junge Frau könnte durch Pestizide getötet worden sein, die gegen Bettwanzen eingesetzt wurden.